So, 22. Oktober 2017

Glück im Unglück

15.01.2015 09:45

Waldkauz „Paula“ nach Sturz in Kamin gerettet

Die Eulen- und Greifvogelstation in Haringsee in Niederösterreich betreut seit Mittwoch einen kleinen Gast auf Erholungsurlaub: Waldkauz "Paula" war am 11. Jänner von der Freiwilligen Feuerwehr Hagenbrunn an die Uniklinik der Veterinärmedizinischen Universität Wien gebracht worden, nachdem sie in einen Kamin geplumpst war. Auf der Vetmed-Klinik wurde sie mit Futter und Elektrolyten aufgepäppelt, nun ist Paula zur weiteren Erholung in der EGS.

"Zum Glück hat sich Paula beim ihrem Unfall nicht verletzt", sagt Vogelexpertin Brigitte Kopetzky von den "Vier Pfoten". "Sie hatte ein verrußtes Gefieder und war in nicht sehr gutem Ernährungszustand. Vermutlich musste die Arme ein paar Tage im Kamin gefangen ausharren." Die Tierschützer hoffen, Paula in ein paar Tagen wieder freilassen zu können.

Käuze stürzen häufig in Kamine
Kaminunfälle mit Waldkäuzen passieren regelmäßig. Sie benützen oft Kamine als Tagesversteck und rutschen dann bisweilen zu den Ofenanschlüssen oder in den offenen Kamin. Brigitte Kopetzky: "Wir raten daher zu Vorsicht, wenn der Ofen 'nicht zieht' oder offensichtlich etwas im Kamin rumort. Es könnte sich tatsächlich um einen sogenannten Kaminkauz handeln."

Bergung und Reinigung etwas für Profis
Die Tiere müssen dann vorsichtig geborgen und einer Wildtierstation wie der EGS oder einem Tierarzt übergeben werden. Sie könnten Verletzungen, Rauchgasvergiftungen oder ein angesengtes Federkleid haben. "Die Reinigung des fettig-verrußten Gefieders muss unbedingt Experten überlassen werden, denn je nach Verschmutzungsgrad werden verschiedene Methoden angewandt", erklärt Kopetzky.

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