Di, 17. Oktober 2017

Rallye Dakar

14.01.2015 17:55

Walkner musste wegen Magenproblemen aufgeben

Die Dakar Rallye ist für Debütant Matthias Walkner auf der viertletzten Etappe wegen einer Erkrankung vorzeitig zu Ende gegangen. Der Sensationssieger des dritten Teilstücks der legendären Offroad-Veranstaltung musste am Mittwoch auf dem Verbindungsweg zum Start der Sonderprüfung des zehnten Teilstücks von Calama (CHI) nach Cachi (ARG) wegen Magenproblemen aufgeben.

"Er musste sich mehrmals übergeben und dann leider aufgeben. Er ist gerade im Wohnmobil mit unserem Arzt unterwegs nach Salta", teilte KTM-Teammanager Alex Doringer auf Walkners Facebook-Seite mit. Walkner habe schon in der Früh Magenbeschwerden gehabt, sei aber trotzdem noch 300 Kilometer bis zur chilenisch-argentinischen Grenze gefahren.

Im Laufe seiner ersten Dakar waren dem früheren MX3-Weltmeister neben seinem Sieg auch noch mehrere weitere Spitzenplätze gelungen. In der Gesamtwertung war Walkner auf dem sechsten Teilstück wegen eines technischen Defekts aber aussichtslos zurückgeworfen worden. Zum Zeitpunkt seines Ausscheidens lag der KTM-Werksfahrer mit mehr als fünfeinhalb Stunden Rückstand auf seinen Markenkollegen Marc Coma (ESP) außerhalb der Top 20 der Gesamtwertung.

Walkner: "Schade, es wäre echt nicht mehr gegangen"
Walkner selbst erklärte, er sei von den Strapazen der vergangenen Tage einfach zu geschwächt gewesen. "Schade, es wäre aber echt nicht mehr gegangen. Ich bin nur mehr auf dem Motorrad draufgelegen - total kraftlos, 100 Ruhepuls und Schüttelfrost. Leider hingen die Tage mit den Problemen noch nach und ich war ziemlich dehydriert", meinte der Salzburger.

Am Vortag hatte er die letzten 150 Kilometer der Etappe nach einem Sturz ohne Wasser aus dem kaputten Trinkrucksack zurücklegen müssen. KTM-Teammanager Doringer zeigte sich erleichtert, dass es Walkner den Umständen entsprechend gut gehe. Er sei "verdammt stolz" darauf, was der Debütant geleistet habe.

Anden-Etappe ging an Barreda
Den Sieg auf der langen Etappe über die Anden sicherte sich übrigens der im Gesamtklassement bereits abgeschlagene Spanier Joan Barreda. Für den Honda-Fahrer war es der bereits dritte Tagessieg. Er gewann rund eineinhalb Minuten vor seinem Landsmann Marc Coma auf KTM. Der Titelverteidiger baute damit seinen Gesamtvorsprung gegenüber Verfolger Paulo Goncalves (POR/Honda) auf über sieben Minuten aus.

Al-Attiyah baute Führung bei Autos aus
Nasser Al-Attiyah aus Katar feierte indes in der Auto-Kategorie seinen bereits vierten Tagessieg und festigte damit seine Gesamtführung. Der Mini-Pilot liegt nach der Anden-Überquerung bereits über 28 Minuten vor Giniel de Villiers (RSA/Toyota) und 43 Minuten vor dessen Markenkollegen Yazeed Alrajhi (KSA). Während Al-Attiyah nur noch drei Etappen auf seinen zweiten Gesamtsieg nach 2011 fehlen, ist die Dakar für Titelverteidiger Nani Roma (Mini) nach einem Unfall auf der 10. Etappe gelaufen.

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