Di, 20. Februar 2018

"i love you isis"

12.01.2015 20:01

Islamisten hackten Twitter-Account des US-Militärs

Das US-Militär ist am Montag Opfer eines Hackerangriffs einer pro-islamistischen Gruppe geworden. Der Twitter-Account des Central Command zeigte das Bild eines vermummten Dschihadisten und den Schriftzug "i love you isis". ISIS ist eine andere Bezeichnung für die Islamisten-Milz IS. Pentagon-Mitarbeiter und das Centcom bestätigten den Hackerangriff. Der Account ist mittlerweile gesperrt.

In mehreren Kurzbotschaften wurde unter anderem im Namen Gottes die "Fortsetzung des Cyber-Dschihads durch das Cyber-Kalifat" ausgerufen. Zudem wurde eine Namensliste von Generälen mit ihren Anschriften veröffentlicht mit der Überschrift "Amerikanische Soldaten, wir kommen, seht euch vor!". Außerdem hieß es: "Wir werden nicht aufhören. Wir wissen alles über euch, eure Frauen und Kinder."

In weiteren Botschaften wurden Landkarten und angebliche Einsatzpläne des Pentagons veröffentlicht. Auf einer Abbildung war eine Landkarte Chinas mit verschiedenen Militäranlagen zu sehen, berichtete der US-Nachrichtensender MSNBC. Weiters war eine Landkarte Nordkoreas mit Atomanlagen zu sehen. In einer weiteren Botschaft hieß es: "ISIS ist schon hier, wir sind in euren PCs, in jeder Militärbasis."

Twitter-Account und YouTube-Seite gesperrt
Nach dem Hackerangriff sperrte das US-Militärkommando seinen Twitter-Account. Betroffen von dem Angriff war offenbar auch eine YouTube-Seite, die Centcom gehören soll. Dort wurde ein Propagandavideo des IS hochgeladen.

Die IS-Miliz eroberte im Zuge des Bürgerkrieges in Syrien weite Regionen des Landes und fiel auch in den benachbarten Irak ein. Die Dschihadisten errichteten in den von ihnen kontrollierten Gebieten einen islamischen Gottesstaat, das sogenannte Kalifat. Sie wollen eine kompromisslose Auslegung der religiösen Gesetze der Scharia durchsetzen und begehen Gräueltaten an der Zivilbevölkerung.

Einsätze in Syrien und im Irak
Die USA hatten am 8. August mit Luftangriffen im Irak begonnen, am 23. September wurde der Einsatz auf Syrien ausgeweitet. An der "Operation Inherent Resolve" beteiligen sich in Syrien Kampfflugzeuge aus Bahrain, Jordanien, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Im Irak unterstützen Australien, Belgien, Großbritannien, Kanada, Dänemark, Frankreich und die Niederlande die Luftangriffe. Den Einsatz von US-Bodenkampftruppen schloss US-Präsident Barack Obama aus.

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