Fr, 24. November 2017

Nach Schusstraining

09.01.2015 09:53

Polizeischüler schoss sich versehentlich selbst an

Blutig hat die Pause von Polizeischülern nach einem Schusstraining am Donnerstag in St. Pölten geendet. Einer der Anwärter zückte - wohl im noch nachwirkenden Adrenalinrausch - übermütig seine Waffe. Dabei löste sich plötzlich ein Schuss - mit schmerzhaften Folgen für drei der Polizeischüler.

Wie der Sprecher der Landespolizeidirektion NÖ, Thomas Heinreichsberger, am Freitagvormittag gegenüber krone.at erklärte, hatten sich vier Schüler, zwei Männer und zwei Frauen, am Donnerstag nach dem Schusstraining in einen Pausenraum zurückgezogen.

Kugel prallte von Boden ab und traf Schützen
Dort kam es wenig später zum folgenschweren Zwischenfall: Einer der Anwesenden zog plötzlich seine Waffe, nur Augenblicke später löste sich daraus ein Schuss.

Laut Heinreichsberger traf die Kugel zunächst den Boden, dabei sei es zu einer sogenannten Splitterwirkung gekommen, wobei ein Teil des Projektils den Schützen am Oberschenkel traf. "Er hat dabei leichte Verletzungen erlitten", so der Sprecher weiter. Auch zwei weitere Kollegen blieben beim Vorfall nicht verschont, die beiden erlitten ein Knalltrauma. Die drei Verletzten mussten ins Spital eingeliefert werden.

Ermittlungen laufen
Über das weitere Vorgehen nach dem Zwischenfall wird erst nach dem Abschluss der Ermittlungen entschieden. "Sollte sich dabei der Verdacht auf eine mögliche fahrlässige Körperverletzung erhärten - von absichtlicher Körperverletzungen gehen wir derzeit nicht aus -, werden dementsprechende Maßnahmen eingeleitet", so der Sprecher.

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