Sa, 21. Oktober 2017

Dschihadisten in Ö

08.01.2015 17:05

Wie sicher sind wir noch vor dem Terror?

Die beiden Paris-Terroristen sind schon lange im Visier der Behörden gewesen und waren erst im Sommer von der Dschihad-Front zurückgekehrt - wie auch rund 70 radikale Islamisten, die derzeit in Österreich leben. Wie groß ist die Gefahr? Ist so ein Blutbad auch bei uns denkbar? "Natürlich", sagen Experten. Und das ist auch der Grund, warum die Behörden nun die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt haben.

"In der heutigen Zeit kann niemand auf der ganzen Welt ausschließen, dass so eine furchtbare Tat auch in seinem Land passiert", betonte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner in den letzten Monaten immer wieder. Nach den Anschlägen in Paris sei die Gefährdungslage nun auch bei uns "aktuell abstrakt höher". Und so wurde nach dem schrecklichen Blutbad in Paris - wie in vielen anderen europäischen Ländern - auch in Österreich die Sicherheitsstufe angehoben.

"Die Risiken-Einstufung wurde angepasst"
"Die Risiken-Einstufung für bestimmte Personen, wie Polizisten, Einrichtungen oder Firmen, wurde nach den Vorfällen in Paris angepasst", so der Chef des heimischen Verfassungsschutzes Peter Gridling zur "Krone".

Ins Detail wollte man aus taktischen Gründen nicht gehen. Besonderes Augenmerk legt man aber auf österreichische Medien. Sämtliche Chefredaktionen wurden vom Innenministerium kontaktiert, mögliche Sicherheitsvorkehrungen besprochen. Doch auch islamische Einrichtungen müssen nun verstärkt beschützt werden - Racheaktionen können nicht ausgeschlossen werden.

"Niemand kann ausschließen, dass es auch bei uns passiert"
Und auch wenn es basierend auf dem laufenden Informationsaustausch mit den französischen Behörden keine Verbindung zwischen den drei Verdächtigen und der Islamisten-Szene in Österreich bzw. dem Ende November verhafteten IS-Rekrutierer Ebu Tejma geben soll: Auch unter uns befinden sich derzeit an die 70 zurückgekehrte Terrorkämpfer. Sie stehen offiziell zwar unter Beobachtung - aber das standen die beiden Brüder in Paris auch. Gridling: "Auch wenn wir es versuchen - lückenlose Überwachung ist unmöglich. Deswegen kann niemand ausschließen, dass so etwas auch bei uns passieren kann."

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