Sa, 21. Oktober 2017

In der Innenstadt

08.01.2015 16:58

Pegida-Demonstration am 2. Februar in Wien

Die deutsche Pegida-Bewegung dürfte nun auch auf Österreich überschwappen. Der Wiener Ableger der Bewegung gegen die "Islamisierung des Abendlandes" hat für den 2. Februar um 18.30 Uhr eine Demonstration in der Bundeshauptstadt angemeldet. Auch Gegendemos sind bereits geplant. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache erklärte am Donnerstag, seine Partei würde "so eine Bewegung auch unterstützen".

Erwartet werden seitens der Veranstalter etwa 250 Personen. Die geplante Demonstrationsroute führt vom Europaplatz beim Westbahnhof über die Mariahilfer Straße zum Museumsplatz. Der Titel der Kundgebung lautet "Friedliche Bewegung der Bürgerbewegung Pegida Wien". Angemeldet hat die Kundgebung eine Privatperson im Namen von Pegida Wien.

Der Antrag werde nun geprüft, erklärte die Polizei am Donnerstag. Man werde der Veranstaltung gegebenenfalls erhöhte Aufmerksamkeit schenken, immerhin findet drei Tage davor der Akademikerball in der Wiener Hofburg statt, gegen den ebenfalls Demonstrationen angemeldet wurden.

Auch Gegendemonstrationen geplant
Kurz nach der Pegida-Ankündigung gab es am Donnerstag bereits Aufrufe zu Gegenkundgebungen. Unter dem Motto "Läuft bei uns nicht! - Aufmarsch von Pegida Wien unmöglich machen" ruft das Bündnis NOWKR dazu auf, die Veranstaltung zu blockieren. Auch die "Offensive gegen Rechts" ruft zu Blockaden auf.

"Wir werden den Versuch von 'PEGIDA Wien', ihre Kundgebung am 02. Februar abzuhalten, nicht kommentarlos hinnehmen!", so NOWKR-Pressesprecherin Elisabeth Litwak in einer Aussendung am Donnerstag. Dass Strache der Pegida-Bewegung offen die Unterstützung seiner Partei anbiete, unterstreiche "die Notwendigkeit antifaschistischen Engagements".

Strache: "Würden so eine Bewegung auch unterstützen"
Strache hatte, ebenso wie der freiheitliche Dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer, Vorwürfe, die Pegida-Bewegung würde aus dem rechtsextremen Eck kommen, in mehreren Interviews zurückgewiesen. "Wir würden so eine Bewegung auch unterstützen", wird der FPÖ-Chef in einem Beitrag von FPÖ-TV auf YouTube am Donnerstag zitiert.

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