Mo, 20. November 2017

Ungereimtheiten

07.01.2015 17:46

„Hummer“-Fahrer: Obduktion bestätigt Suizid

Jener Kärntner, der am 25. September 2014 wegen der Tötung eines ungarischen Motorradpolizisten in Szeged in erster Instanz zu 15 Jahren Haft verurteilt und wenige Woche später tot in seiner Zelle gefunden worden war, hat definitiv Suizid verübt, wie sein ehemaliger Verteidiger, Janos Buza, am Mittwoch erklärte. Eine Fremdeinwirkung sei ausgeschlossen.

Todesursächlich sei laut toxikologischem Gutachten eine Überdosis Schmerzmittel gewesen, erklärte Buza weiter. Dieser hatte am Mittwoch den Obduktionsbefund erhalten. Hinsichtlich des Schmerzmittels gebe es laut Buza allerdings Ungereimtheiten, da dieses nicht von der behandelnden Gefängnisärztin, sondern von einer Gefängnis-Psychiaterin monatlich verschrieben worden sei.

Kein Medikamentenblatt und keine Genehmigung
Diese Psychiaterin sei jedoch bei der gefängnisinternen Untersuchung nicht angehört worden. Es gebe auch kein Medikamentenblatt, zudem sei keine Genehmigung für das Verschreiben von Arzneimitteln gefunden worden. Buza erklärte, dass Gefangene keine Medikamente im ihrer Zelle lagern dürften. Es sei nur erlaubt, Medikamente in Pulverform zu verabreichen, und hierbei müsse die Einnahme kontrolliert werden.

Es hinge nun von der Witwe des Kärntners ab, ob sie Anzeige wegen vermeintlichen Versäumnissen im Gefängnis erstattet, welche zum Suizid beigetragen haben könnten. Mitgefangene des Kärntners hatten ausgesagt, dass sie im Vorfeld des am 10. Oktober 2014 verübten Selbstmords keinerlei Anzeichen dafür wahrgenommen hätten.

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