Mo, 18. Dezember 2017

Wilderer-Drama in NÖ

07.01.2015 14:26

Verlassenschaft steht vor dem Verkauf

Im Konkursverfahren über die Verlassenschaft des Wilderers und Amokläufers von Annaberg, Alois Huber, gibt es nun ein Kaufangebot für die Liegenschaft in Großpriel samt Gebäuden. Dieses liege über dem Schätzwert von 413.500 Euro, so Masseverwalter Johann Huber am Mittwoch.

Zum Verkauf gelangen zudem auch Wald- und Wiesengrundstücke in Pöchlarn. Auch hier habe ein Käufer ein Angebot gestellt. "Ich hoffe, dass das Konkursverfahren im Frühjahr abgeschlossen werden kann", so der Masseverwalter. Die Angebote müssen aber noch vom Gericht in St. Pölten bzw. vom Gläubigerausschuss genehmigt werden.

Konkrete Kaufangebote ließen auf sich warten
Rund 20 Menschen hatten sich im Vorfeld für die Liegenschaften interessiert. Konkrete Kaufangebote hätten aber auf sich warten lassen, weshalb im Dezember die Frist um eine Woche verlängert worden war, so Huber weiter.

Bei der Tagsatzung im Februar 2014 war von den Gläubigern 7,4 Millionen Euro an Forderungen angemeldet worden. Davon erkannte der Masseverwalter 3,8 Millionen Euro an. Bei den Forderungen handelte es sich vorwiegend um Schadenersatzansprüche, die infolge der dem Mann zugeordneten Diebstähle und Brände entstanden waren. Hinzu kommen die Ansprüche der Hinterbliebenen der Opfer.

Drei Polizisten und einen Sanitäter erschossen
Der 55-jährige Wilderer hatte am 17. September 2013 drei Polizeibeamte und einen Sanitäter erschossen. Danach verschanzte er sich auf seinem Hof in Großpriel, ehe er sich durch einen Kopfschuss das Leben nahm. Laut Polizeiabschlussbericht soll der Wilderer 108 Straftaten, vorwiegend in Niederösterreich und der Steiermark, seit 1994 verübt haben. Der festgestellte Gesamtschaden beläuft sich auf rund zehn Millionen Euro.

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