Sa, 16. Dezember 2017

Michael Aufhauser:

07.01.2015 09:09

Eine Amtstierärztin im Einsatz für einen Stier

Mit dem Begriff "Amtstierarzt" können viele Menschen nichts anfangen. Wann und wo schreitet er ein, und was geschieht mit beschlagnahmten Tieren aus schlechter Haltung?

Eines ist sicher: Es gibt viel zu wenige dieser Ärzte angesichts der vielen Tiere und Betriebe, die sie im Auge behalten müssen. Dass sie nicht nur grundsätzlich Vertreter der Gesetzgebung sind, sondern auch große Mühen in Kauf nehmen, um Tieren zu helfen, hat jetzt wieder einmal eine Amtstierärztin aus Schärding bewiesen. Plötzlich, aus dem Nichts, tauchte mitten im verschneiten Wald ein etwa zweijähriger Stier auf. Wie lange hatte er sich dort schon versteckt?

Stier wurde von niemandem vermisst
Die Amtstierärztin wollte ihm helfen. Nach Wochen der Beobachtung wurde er betäubt und eingefangen. Zu ihrem Entsetzen musste sie feststellen, dass Stier "Kaspar" nicht über die vorgeschriebenen Ohrmarken verfügte. Und weil sich niemand aus der Region gemeldet hatte, der einen ausgewachsenen Stier vermisste, meldete sie sich bei Gut Aiderbichl.

Amtstierärztin unterbrach ihren Urlaub
Zunächst aber galt es, dem unregistrierten Stier zu amtlichen Gesundheitspapieren und Ohrmarken zu verhelfen. Da sind Blutproben und eine Quarantäne notwendig. Die Amtstierärztin setzte alle Hebel in Bewegung und unterbrach ihren Urlaub: "Wenn ein Tier so viel Glück gehabt hat, soll es auch ein Happy End haben!", sagt sie mit rührender Bestimmtheit. Das ist zum Beispiel so eine Amtstierärztin. Eine ganz vorbildliche Frau.

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