Mo, 21. Mai 2018

Trauer bei Ski-Team

05.01.2015 17:02

Lawinentote in Tirol waren US-Nachwuchsläufer

Bei den beiden Skifahrern, die am Montag in Sölden im Tiroler Ötztal bei einem Lawinenabgang ums Leben gekommen sind, handelt es sich nach Angaben von Patrick Riml, dem aus Sölden stammenden Alpinchef des US-amerikanischen Ski-Teams, um zwei amerikanische C-Kader-Läufer. Die beiden Sportler hatten die Schneemassen offenbar selbst losgetreten und wurden von diesen verschüttet. Beide konnten nur noch tot geborgen werden.

Laut Riml handelt es sich bei den verunglückten Nachwuchsfahrern um Bryce Astle aus Salt Lake City sowie Ronald Berlack aus Franconia in New Hampshire. Das Unglück ereignete sich nahe der Rettenbachbrücke, die zur Gletscherstraße gehört. Die beiden Skifahrer waren zuvor auf den 3.056 Meter hohen Gaislachkogel aufgefahren. Bei ihrer Abfahrt verließen sie dann den gesicherten Skiraum, wollten vermutlich in Richtung Rettenbachtal und fuhren laut Polizei von einem Ziehweg in eine gesperrte Piste ein. In dem Gebiet besteht Lawinenwarnstufe 3 der fünfteiligen Gefahrenskala.

"Riesiger Lawinenkegel"
Nur wenig später kam es dann zum Unglück: Die beiden Sportler traten offenbar selbst die Lawine los und wurden von den Schneemassen mitgerissen. Der Lawinenkegel wurde von Bergrettern als "riesig" beschrieben. Teile der Schneemassen gingen bis zu der wegen Lawinengefahr gesperrten Piste 30 ab, auf der es am Montag keinen Skibetrieb gab.

Rund 60 Bergretter, Alpinpolizei und Suchhunde suchten danach fieberhaft nach den beiden Verschütteten. Die Opfer wurden schließlich in den Schneemassen in drei bis vier Metern Tiefe geortet und geborgen. "Leider Gottes hat es an die 45 Minuten gedauert, bis man sie gefunden hat", sagte Riml. Für die jungen Männer gab es keine Rettung mehr - sie waren bereits tot.

Tiefe Trauer beim US-Skiteam
Beim US-Skiteam herrscht nach dem tragischen Verlust der beiden Nachwuchsfahrer tiefe Trauer. So seien einige der Weltcup-Fahrer annähernd gleich alt wie die Verunglückten und hätten auch gemeinsam trainiert. "Wir haben sofort die Athleten hier in Zagreb informiert und ihnen den Start am Dienstag (dort steht der Flutlicht-Slalom der Herren auf dem Programm, Anm.) freigestellt", so Riml. "Sie hatten intensiven Kontakt zueinander. Die Stimmung ist im Moment natürlich dementsprechend."

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