Sa, 18. November 2017

Schanzentournee

03.01.2015 10:35

Ernst Vettori: „Taktieren funktioniert nicht“

ÖSV-Skisprungchef Ernst Vettori kann vor den Heimbewerben der Vierschanzen-Tournee mit der Bilanz seiner Truppe hochzufrieden sein. Trotz der Zwischenführung von Stefan Kraft und des dritten Platzes von Michael Hayböck sei aber natürlich noch nichts gewonnen, warnte Vettori. Neben der starken Konkurrenz sei das Wetter ein Faktor, der noch für Umstürze sorgen könnte.

"Wir haben vier Athleten unter den besten sieben und den Führenden, das ist natürlich ein mannschaftlich extrem starkes Auftreten", resümierte Vettori. Dass in Garmisch kein ÖSV-"Adler" ganz vorne gelandet sei, könne man angesichts des nach wie vor erfreulichen Tournee-Standes verschmerzen. "Man kann nicht immer auf das Podest kommen. Wir waren wieder dabei und freuen uns jetzt auf Innsbruck."

Die große Unbekannte: das Wetter
Dort könnte wie schon im Vorjahr, als wegen zu starken Windes abgebrochen werden musste, die Witterung ein unkalkulierbarer Einflussfaktor sein. Auch deshalb schließt Vettori Verschiebungen im Gesamtklassement nicht aus. "Es kann noch viel passieren, auch das Wetter ist noch eine Unbekannte", sagte der Sportliche Leiter für Skispringen und Nordische Kombination im ÖSV.

Sorgen mache er sich deshalb aber keine, mit den schwierigen Bedingungen hätten seine Athleten in Oberstdorf auch keinerlei Probleme gehabt. Aufgrund des geringen Rückstandes des zweitplatzierten Peter Prevc von nur 1,1 Punkten sei es ohnehin schon spannend genug. "Er ist auf jeden Fall einer der ganz großen Favoriten. Er springt konstant gut, hat mittlerweile die Routine und auch schon Olympiamedaillen gewonnen. Er ist einer der ganz großen Anwärter."

Kein Taktieren
Taktieren sei für Kraft und Hayböck ungeachtet der Abstände sowieso kein Thema. "Das funktioniert im Skispringen nicht. Außerdem ist generell eine große Qualität im ganzen Feld drinnen. Die Geschichte fängt eigentlich immer von neuem an, bis zum Finalsprung in Bischofshofen." Bis dahin möchte er das "Maximum", also noch zwei Tagessiege und den siebenten Gesamttriumph in Serie herausholen, bekräftigte Vettori.

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