So, 18. Februar 2018

15 Personen in Haft

02.01.2015 12:01

Prostitution: Muttermilch-Ring in China gesprengt

Chinesische Ermittler haben vor Kurzem Hintermänner einer Website festgenommen, die Kontakte zu sogenannten Milchmamas vermittelt hatte. Dabei handelt es sich um junge Mütter, die gegen Bezahlung Kunden ihre Muttermilch anbieten. Insgesamt sollen laut chinesischen Medien rund 200 Männer die zumeist mit sexuellen Handlungen einhergehenden Dienste der Website in Anspruch genommen haben, bevor sie geschlossen wurde. Aufgeflogen war die Bande im Zuge der Recherchen eines Undercover-Journalisten.

Wie die Zeitung "South China Morning Post" vor wenigen Tagen berichtete, konnten sich Interessenten bereits für rund acht Euro auf der Website registrieren und in der Datenbank der stillenden Mütter stöbern. Männer, die in weiterer Folge die Stilldienste der Frauen in Anspruch nehmen wollten, hätten rund 133 Euro berappen müssen. Sollten neben dem Stillen auch noch sexuellen Handlungen gewünscht worden sein, so mussten die Kunden umgerechnet weitere 200 Euro bezahlen.

Über ein regelmäßiges Einkommen verfügten laut der "Beijing News" offenbar nur jene Frauen, die auch ihren restlichen Körper zur Verfügung stellten. Um die Dienste anbieten zu können, wurden die eigenen Neugeborenen nicht mehr regelmäßig gestillt, einige der Babys sollen überhaupt nicht mehr gestillt worden sein.

Muttermilch ist unter Chinas Reichen beliebtes Luxusgut
Die Polizei hat nun den Muttermilch-Ring, der in Peking und den Provinzen Hubei, Hebei und Jiangxi agierte, gesprengt. Insgesamt wurden 15 Bandenmitglieder verhaftet. Nähere Details verrieten die Ermittler allerdings nicht. Muttermilch gilt in China seit einigen Jahren als Luxusgut. Besonders Reiche greifen laut der britischen "Daily Mail" vermehrt darauf zurück.

Es gibt sogar eigene Firmen, die Muttermilch verkaufen. Doch in diesen Fällen hat das nichts mit Prostitution zu tun. Die Kunden bekommen die abgepumpte Muttermilch zu trinken.

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