So, 27. Mai 2018

Studie zeigt:

02.01.2015 10:06

Kinderporno-Flut im Anonymisierungs-Netz Tor

Der Anonymisierungsdienst Tor, mit dem sich Internetnutzer vor Zensur und Überwachung schützen, wird offenbar nicht nur von Oppositionellen und Dissidenten genutzt, sondern in massiver Art und Weise auch von Pädophilen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die bei der jährlichen Konferenz des Chaos Computer Clubs in Hamburg präsentiert wurde. Bis zu 80 Prozent der Anfragen bei versteckten Diensten im Tor-Netzwerk hätten demnach Kinderpornos zum Thema, heißt es.

Untersucht wurden für die Studie jene zwei Prozent des Tor-Datenaufkommens, die zu versteckten Diensten führten. Dabei handelt es sich um sogenannte ".onion"-Websites, die nur über das Anonymisierungsnetzwerk erreicht werden können und im "normalen" Internet nicht auffindbar sind – etwa Online-Drogenumschlagplätze.

Massiver Kinderporno-Anteil im Tor-Traffic
Weil die meisten Nutzer Tor verwenden, um im herkömmlichen Web zu surfen, ohne verfolgt werden zu können, machen diese versteckten Dienste nur zwei Prozent des Tor-Datendurchsatzes aus. Gerade bei diesen zwei Prozent des Traffics seien jedoch rund 80 Prozent der aufgerufenen Inhalte Kinderpornos, berichtet "The Verge".

Unklar ist, wie der hohe Anteil pädophilen Datenverkehrs im Tor-Netzwerk zustande kommt. Weil sich die Ergebnisse der Studie nur auf den Anteil am Gesamtdatenverkehr beziehen, lassen sie keine Rückschlüsse auf die Zahl der pädophilen Tor-Nutzer zu.

Spekulationen über Zahl pädophiler Tor-Nutzer
Möglich sei sowohl, dass eine Vielzahl von Pädophilen im Tor-Netz nach Kinderpornos sucht, als auch, dass einige wenige Pädophile exzessiven Gebrauch davon machen. Auch Bots, die automatisiert nach Kinderpornos suchen und von der Polizei verwendet werden, um die Entwicklungen im digitalen Untergrund im Auge zu behalten, könnten für einen Teil des Traffics verantwortlich sein.

Tor ist ein Anonymisierungsdienst, der zur Verschleierung der aufgerufenen Websites und zum Umgehen von Zensur in autoritären Staaten verwendet wird. Das Tool leitet Internet-Anfragen über eine Vielzahl zwischengeschalteter Server zum Ziel, wodurch der über Tor abgewickelte Traffic nur schwer nachverfolgt werden kann.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Naht der Abschied?
Ronaldo rätselhaft: „Es war sehr schön bei Real!“
Fußball International
Nach Reals CL-Triumph
Zidane jubelt: „Das ist ein historischer Moment!“
Fußball International
Frühzeitiges Final-Aus
Das Salah-Drama! Jetzt wackelt sogar die WM
Fußball International
Unglücksrabe
Karius bittet unter Tränen um Entschuldigung
Fußball International
„Sargnagel“ Karius
Liverpool-Goalie schenkt Real Madrid den CL-Titel!
Fußball International
Irres CL-Finale
Jahrhundert-Tor im Schatten zweier Mega-Patzer
Fußball International
Es ging heiß her
CL-Finale: Die Eröffnungsshow in Bildern
Fußball International

Für den Newsletter anmelden