So, 19. November 2017

Wetter-Chaos

28.12.2014 19:18

Tournee-Start abgeblasen! Wind verpatzte Auftakt

Die Startzeit wurde von 16.30 Uhr weg kontinuierlich um 15 Minuten, manchmal sogar um 30 Minuten nach hinten gelegt: "Bitte warten!", hieß es lange bei den Skispringern zum Auftakt der Vierschanzentournee in Oberstdorf. Um 18.35 Uhr ging es dann aber bei fragwürdigen Bedingungen mit mehr als zwei Stunden Verspätung schleppend los, ehe um 19.15 Uhr nach elf Springern endgültig abgesagt wurde. Eine Farce auf Kosten der Athleten und Fans! Am Montag wird der Bewerb in Oberstdorf (17.30 Uhr) nachgeholt.

Kurios: Noch vor wenigen Tagen gab es kaum Schnee in Oberstdorf, seit zwei Tagen "fetzte" es im verträumten deutschen Kurort, der regelmäßig zum Tourneestart in ein Tollhaus verwandelt wird, durchgehend. Und dann war auch der Wind ein großes Problem. So wurde ständig nach hinten verschoben.

Österreichs Adler sind es gewohnt, damit umzugehen. Bis auf Andi Kofler, der gleich zu Beginn dran war und auf 133 Meter flog und Zweiter beim Abbruch war, waren auch alle noch im Springerdorf, wo sie sich mit lockeren Übungen warm halten können. Um 19.15 Uhr packten auch sie die Taschen und stauten sich heim ins Athleten-Hotel. Viele nahmen es mit einem Schmunzeln: "Was soll man tun", so Gregor Schlierenzauer, "gegen das Wetter ist man machtlos. Ob alle Entscheidungen richtig waren, kann ich nicht beurteilen."

Cheftrainer Heinz Kuttin: "Man hat alles probiert, um ein faires Springen möglich zu machen, ein Windfenster zu finden, es wollte aber nicht gelingen. Wir hoffen jetzt, dass die restliche Tournee besser wird."

Auch der österreichische DSV-Chefcoach Werner Schuster war dieser Meinung. "Ich bin schon erleichtert, es hat jetzt keinen Sinn mehr gemacht, man hätte würfeln können. Es war nicht mehr ungefährlich. Für den Sport war das die richtige Entscheidung."

Neuer Versuch am Montag in Oberstdorf
Jetzt soll alles am Montag (17.30) klappen, die Wettervorhersagen sind auch etwas besser. Obwohl die Wetterdienste am Sonntag völlig versagten, immer wieder vielversprechende Prognosen abgaben. Das Ende ist aber bekannt. Hoffentlich wird's beim zweiten Anlauf anders.

Auch vor drei Jahren hatte ein Wintereinbruch in Oberstdorf für einen turbulenten Auftakt gesorgt. Damals wurde nach dem Abbruch des ersten Durchgangs aber sofort wieder neu gestartet. Schlierenzauer führte schlussendlich vor Kofler und Thomas Morgenstern einen ÖSV-Dreifachsieg an. Die Absage eines Tourneebewerbes hat es bisher erst ein einziges Mal gegeben. Im Jänner 2008 war das Bergiselspringen witterungsbedingt von Innsbruck nach Bischofshofen verlegt worden, wo dann zwei Konkurrenzen über die Bühne gingen.

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