Sa, 18. November 2017

Beziehungskiller

26.03.2017 11:03

Wie Sie Ihre Eifersucht in den Griff bekommen

Eifersucht ist für ansonsten gesunde Partnerschaften pures Gift. Das Misstrauen in die Treue des Partners sorgt für Spannungen und Konflikte. Wie man die eigene Eifersucht verringern kann, können Sie hier nachlesen.

Rein rational weiß man meist, dass kein Zweifel an der Treue des Partners notwendig ist. Eifersucht ist in erster Linie Angst. Diese Angst kann verschiedene Ursachen haben. Sehr wahrscheinlich ist, dass Ihrer Eifersucht ein Selbstwertproblem zugrunde liegt. Es ist die mehr oder weniger bewusste Überzeugung vorhanden, dass Sie eigentlich für Ihren Partner gar nicht gut genug sind. Dass es andere gibt, die besser aussehen, klüger sind, mit denen man mehr Spaß haben kann. Und damit einhergehend die Sorge, dass Ihr Partner das auch über kurz oder lang merkt und die Konsequenzen daraus zieht.

Warum bin ich eifersüchtig?
Diesem Selbstwert-Defizit liegen oft Verlustängste zugrunde, die Angst, allein gelassen zu werden. Jede Situation, in der Sie Ihren Partner im Umgang mit einem Wesen des anderen Geschlechts beobachten können, wird daher mit besonders kritischen Augen beobachtet, weil Sie unbewusst versuchen, sich selbst zu bestätigen.

Doch die Eifersucht sorgt dafür, dass die Beziehung sich in einer Negativ-Spirale zu drehen beginnt. Anfänglich kleines Misstrauen wird schnell größer. Sehr schnell kommt der Kontrollzwang: E-Mails des Partners werden gelesen, das Handy gefilzt, die Wäsche untersucht. Gespräche gleichen nur mehr Verhören, da Sie herausbekommen wollen, ob sich Ihre Angst bewahrheitet hat. Unternimmt Ihr Partner einmal etwas alleine, hängt der Haussegen überhaupt schief. Und je mehr Sie Ihre Eifersucht zeigen, desto wahrscheinlicher wird es, dass sie irgendwann einen sehr realen Grund bekommt.

Aber was tun?
Eine Lösung ist schwierig, zumal sie hauptsächlich von Ihnen selbst abhängig ist. Denn wenn Ihnen Ihr Partner wirklich keinen Grund gibt, da er Sie liebt und niemand anderen möchte, müssen Sie versuchen, Ihre Gefühle in den Griff zu bekommen. Sprechen Sie mit Ihrem Partner über Ihre Angst. Sagen Sie ihm, was es bei Ihnen auslöst, wenn er mit anderen unterwegs ist. Dass Sie einfach Angst haben, ihn zu verlieren, weil er irgendwann entdecken könnte, dass andere vielleicht besser zu ihm passen. Machen Sie Ihrem Partner aber auch klar, dass Sie wissen, dass er Ihnen treu ist. Und dass das Problem in Ihrem Kopf und Ihrem Bauch entsteht. Denn es wäre der falsche Ansatz, die Schuld bei Ihrem Partner abzuladen. Er bzw. sie wird immer in die Situation kommen, dass er mit anderen spricht und Spaß hat. Das allein ist noch kein Grund zum Zweifeln.

Machen Sie sich zudem klar, warum Ihr Partner Sie anderen vorzieht. Das können Sie auch mit ihm gemeinsam tun. Fragen Sie ihn doch einfach, was er an Ihnen liebt, warum er bei Ihnen ist. Darüber hinaus sollten Sie sich überlegen, was Sie Ihrem Partner zu bieten haben. Dazu gehört auch, dass Sie sich Mühe geben, "in Form" zu bleiben. Man tendiert gerade in langjährigen Beziehungen dazu, sich mit der Zeit gehen zu lassen. Da kommen schon mal einige Kilos auf den Hüften dazu, die Abstände zwischen den Friseurbesuchen werden länger, Make-up bzw. Rasierer bleiben immer länger unbenutzt. Und damit leidet die Attraktivität.

Geben Sie sich Mühe, Ihrem Partner auch immer wieder zu zeigen, was Sie ihm zu bieten haben. Das pusht zugleich Ihr Ego, und Sie fühlen sich sicherer. Machen Sie sich bewusst, dass sich Ihr Partner für Sie entschieden hat, und das aus gutem Grund. Und dass andere da nicht so schnell eine Chance haben. Auch sollten Sie die gemeinsame Zeit mit Ihrem Partner bewusst als Beziehungszeit gestalten: miteinander reden, kuscheln, Dinge unternehmen, die Ihnen beiden Spaß machen. Damit kommt das positive Gefühl in die Beziehung zurück und die Eifersucht geht.

 krone.at
Redaktion
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