Di, 17. Oktober 2017

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23.12.2014 07:50

Zementwerk Wietersdorfer kündigt Blaukalk-Vertrag

Erleichterung bei vielen Betroffenen im HCB-Skandal in Kärnten: Das Zementwerk Wietersdorfer hat den Vertrag zur Blaukalk-Verbrennung gekündigt. Knapp vor Weihnachten verschärfen aber einige Görtschitztaler die Gangart gegen Wietersdorfer: Bei den Staatsanwaltschaften in Klagenfurt und Wien sind Dutzende neue Strafanzeigen eingelangt.

Nachdem das Land dem Zementwerk den Bescheid für die Einbringung des gefährlichen Abfalls entzogen hatte, reagiert Wietersdorfer - der Vertrag mit der Donau Chemie wurde gekündigt. "Wir möchten mit der Kündigung der Bevölkerung im Görtschitztal Sicherheit geben", erklärt Christina Fromme-Knoch von Wietersdorfer.

Vorwurf der "vorsätzlichen Gemeingefährdung"
Bei der Justiz ist von Beruhigung jedoch nichts zu bemerken. "Es gibt eine große Zahl an Privatbeteiligten, die sich bereits dem laufenden Strafverfahren angeschlossen haben", bestätigt Sprecher Markus Kitz. Aufgrund von Aussagen und Hinweisen steht der Vorwurf der "vorsätzlichen Gemeingefährdung" im Raum.

Opfer meinen, der HCB-Austritt sei in Kauf genommen worden. Ein Vorsatz wird im Strafgesetz besonders streng geahndet. Denn wenn durch eine Tat "viele Menschen in Not versetzt werden", so beträgt die Höchststrafe bis zu 15 Jahre.

Anwalt: "Ungereimtheiten, die geklärt werden müssen"
Anwalt Michael Sommer vertritt bereits 30 Geschädigte aus der Region: "Es gibt glaubwürdige Zeugenberichte, dass Wietersdorfer seit dem Frühjahr viele Grundstücke verkauft hat und dass der Lkw-Transport von Blaukalk mit Bekanntwerden der Probleme noch massiv zugenommen hatte. Ungereimtheiten, die geklärt werden müssen."

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