Fr, 24. November 2017

In Argentinien

22.12.2014 08:53

Orang-Utan nach 20 Jahren in Zoo freigekauft

Tierschützer haben vor einem Gericht in Argentinien die Freilassung eines Orang-Utans aus einem Zoo durchgesetzt. Das Menschenaffen-Weibchen "Sandra" soll nach 20 Jahren Gefangenschaft sein Gehege im Zoo von Buenos Aires verlassen, wie Tierschutz-Anwälte am Sonntag mitteilten.

Die 1986 in einem deutschen Zoo geborene und 1994 nach Argentinien gebrachte 29-jährige Orang-Utan-Dame darf ihren Lebensabend in einem Schutzgebiet in Brasilien verbringen, falls keine Berufung gegen das Urteil eingelegt wird.

Ende der "ungerechtfertigten Gefangenschaft" gefordert
Die Argentinische Anwaltsvereinigung für Tierrechte (AFADA) hatte eine "Habeas Corpus"-Klage eingereicht, in der es hieß, "Sandra" müsse eine "ungerechtfertigte Gefangenschaft" erleiden. Zwar sei Sandra biologisch nicht identisch mit dem Menschen gleichzusetzen, aber emotional. Sie wäre in Freiheit glücklicher. Nach argentinischem Recht müsse der Orang-Utan mehr als eine "Person" denn als eine "Sache" angesehen werden.

New Yorker Gericht: Affen sind keine Personen
Erst Anfang waren Tierschützer vor einem US-Gericht mit dem Versuch gescheitert, Schimpansen dem Menschen in Teilen rechtlich gleichzustellen. Ein Gericht im Bundesstaat New York entschied, dass der Rechtsbegriff der Person nicht auf die Primaten angewendet werden könne. "Ein Schimpanse ist keine 'Person' im Sinne des 'Habeas Corpus'-Act", dem Gesetz zum Schutz der persönlichen Freiheit, hieß es.

Tierschützer wollen Schimpansen befreien
Die Organisation The Nonhuman Rights Project wollte mit der Klage vor allem erreichen, dass ein nach ihrer Ansicht unter nicht artgerechten Bedingungen eingesperrter Schimpanse freigelassen werden sollte. Da Schimpansen dem Menschen in vielen Bereichen so ähnlich seien, müssten sie als juristische Personen anerkannt werden.

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