Mo, 20. November 2017

„Missverständnisse“

21.12.2014 16:59

Weihnachtskrach brachte Koalition zum Wackeln

Wüste Attacken von ÖVP-Generalsekretär Blümel gegen Kanzler Faymann brachten die Koalition SPÖ-ÖVP am Sonntag kurz zum Wackeln. Ein Direkttelefonat Faymann-Mitterlehner beseitigte die "Missverständnisse".

TV-"Pressestunde" am Sonntag, und der ORF-Gast, Bundeskanzler Werner Faymann, war sichtlich bemüht, dem Koalitionspartner ÖVP in Fragen wie Freihandelsabkommen USA–EU (TTIP), Hypo-Pleite und unterschiedliche Auffassungen zur Steuerreform nicht wehzutun.

Nicht viel Neues also, doch kurz nach der "Pressestunde" schickte der ÖVP-Pressedienst eine Stellungnahme von Generalsekretär Gernot Blümel aus, die in Strache-Manier verfasst war.

Auszüge daraus: Faymann habe ein für die USA und Europa vorteilhaftes Abkommen "nicht verstanden"; die ÖVP mache Politik für die Bürger, der Kanzler versuche hingegen plump, politisches Kleingeld in Österreich zu machen; Faymann-Aussagen seien falsch; er habe keine Lösungskompetenz, hänge Steuerphantasien nach und handle einfallslos bzw. standortfeindlich.

Starker Tobak also, der Bundeskanzler Faymann zum Telefon greifen und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner anrufen ließ. Mitterlehner bestätigte, dass er mit Faymann gesprochen habe, keinen Weihnachtskrach wolle, die TV-"Pressestunde" des Kanzlers ebenso nicht gesehen habe wie die Aussendung seines Generalsekretärs.

Mitterlehner zur "Krone": "Parteisekretariate formulieren schärfer - an einem Krach habe ich nicht das geringste Interesse."

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