Mo, 20. November 2017

Bereits 3. Vorfall

21.12.2014 16:46

Haus in Wien wegen Einsturzgefahr evakuiert

Bereits zum dritten Mal innerhalb nur eines Monats hat die Feuerwehr in Wien zu einem drohenden Mauer- beziehungsweise Hauseinsturz ausrücken müssen. Nach einem Einsatz im Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus sowie einem im Bezirk Penzing wurden am Sonntagnachmittag an der Fassade eines Juweliers im Bezirk Favoriten Risse und bröckelnder Putz festgestellt.

An dem Haus in der Quellenstraße/Ecke Laxenburgerstraße werden gerade Renovierungsarbeiten durchgeführt. Gegen 14 Uhr wurde man dann im Erdgeschoß auf die Mauerrisse aufmerksam und alarmierte die Einsatzkräfte. Feuerwehr, Polizei sowie Baupolizei waren rasch vor Ort. Das Gebäude wurde evakuiert, 15 Bewohner wurden in Sicherheit gebracht. Die Straße wurde großräumig gesperrt, der Öffi-Verkehr vorübergehend umgeleitet.

Das Haus wurde danach mit Stützen gesichert, um ein mögliches Einstürzen zu verhindern. Fenster und Türen hatten sich bereits derart verzogen, dass sie nicht mehr ordnungsgemäß geschlossen werden konnten, hieß es seitens der Feuerwehr. Das Fundament des Gebäudes sowie der Keller seien jedoch stabil. Die Bewohner wurden vorübergehend in Ersatzquartieren untergebracht.

Immer wieder einsturzbedrohte Gebäude in Wien
Der jüngste Vorfall reiht sich bereits in eine ganze Serie von einsturzgefährdeten Gebäuden in Wien ein. Am 9. Dezember hatte im Wiener Bezirk Penzing ein Haus evakuiert werden müssen, nachdem Mauerrisse im Stiegenhaus und in den Wohnräumen entdeckt worden waren. Zwölf Bewohner mussten damals den Altbau verlassen, verletzt wurde niemand.

Nur wenige Tage zuvor, am 6. Dezember, gab es Alarm in der Äußeren Mariahilfer Straße. Dort war die Außenfassade eines Stiegenhauses plötzlich eingestürzt. Auch in diesem Fall gab es glücklicherweise keine Verletzten. Mittlerweile steht fest, dass Regen in einen neu errichteten Liftschacht eingedrungen war und der maroden Bausubstanz stark zugesetzt hatte. Die Baupolizei hat mittlerweile eine Anzeige gegen die betreffende Baufirma eingebracht.

Zum verheerendsten Vorfall kam es allerdings bereits im Frühjahr, ebenfalls in der Äußeren Mariahilfer Straße. Damals hatte ein 19-Jähriger offenbar aus Liebeskummer einen Gasherd manipuliert und damit eine Explosion verursacht. Er selbst kam dabei ums Leben, 14 Menschen wurden verletzt.

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