Mo, 20. November 2017

200 Mio. € Schaden

18.12.2014 11:27

Meinl-Bank-Aktionär klagt Republik Österreich

Die Meinl Bank klagt die Republik Österreich. Der "überwiegende Aktionär" der Meinl Bank, die Gesellschaft "Beleggingsmaatschappij Far East B.V.", habe eine Klage an die Republik Österreich übermittelt, heißt es in einer Aussendung am Donnerstag. So verfolgt die Gesellschaft "die Absicht, vor einem internationalen Schiedsgericht Forderungen gegen die Republik Österreich in Bezug auf die Verminderung des Wertes der Meinl Bank und die de facto Enteignung des Investments in die Meinl Bank vorzubringen."

Die Far East B.V. ist laut Firmenbuch eine Gesellschaft in den Niederlanden. Sie hält 99,992 Prozent an der Meinl Bank, den Rest hält die "Julius Meinl Versicherungsservice & Leasing Gesellschaft m.b.H". Laut Medienberichten ist die Far East eine Briefkastengesellschaft, die letztlich dem Banker Julius Meinl V. zuzurechnen ist.

Der Anwalt der Gesellschaft führt an, dass durch das mittlerweile sieben Jahre andauernde Verfahren gegen die Meinl Bank und deren Organe, sowie insbesondere durch das "massiv rechtswidrige Vorgehen der zuständigen Behörden", der Wert der Meinl Bank - und damit das Investment des Aktionärs Far East - um zumindest 200 Millionen Euro geschädigt worden sei.

Vor einer Verhandlung vor dem internationalen Schiedsgericht - etwa in Washington - sollen "gütliche Gespräche" zwischen der Far East und der Republik Österreich über eine Beilegung des Streits geführt werden, heißt es in der Aussendung der US-Anwaltskanzlei Squire Patton Boggs.

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