Sa, 16. Dezember 2017

Albaner geschnappt

17.12.2014 16:37

Storch "Rudi" getötet: 19-Jähriger geständig

Nachdem vergangene Woche Storch "Rudi" im Tierpark Buchenberg in Niederösterreich erschlagen worden war, konnte nun dank aufmerksamer Pflegerinnen ein mutmaßlicher Täter ausgeforscht werden. Wie die "Krone" erfuhr, handelt es sich dabei um einen Albaner im Alter von 19 Jahren. Er legte bereits ein Teilgeständnis ab - und belastete dabei auch einen 20-jährigen Freund, von dem allerdings jede Spur fehlt.

Die Ausforschung des Verdächtigen ist den Tierpflegerinnen Hannah P., Alex S. und Nadine G. zu verdanken. Die jungen Frauen hatten zur Tatzeit am vergangenen Freitag zwei Verdächtige beobachtet. Sie gaben den Beamten den entscheidenden Tipp und sogar Fotos.

Zweiter Mann noch nicht ausgeforscht
Einer der beiden Burschen wurde bereits einvernommen: Er erklärte, dass sein älterer Freund den Vogel mit Steinen beworfen habe, bis er sich nicht mehr rührte. Bei dem zweiten Mann soll es sich um einen kosovarischen Staatsbürger handeln, der allerdings noch nicht ausgeforscht wurde. "Eine Person unter dem angegebenen Namen konnte bisher nicht ermittelt werden", so Polizeisprecher Johann Baumschlager, weswegen man die Glaubwürdigkeit des 19-Jährigen nochmals überprüfen werde. Er werde derzeit als Zeuge geführt.

Vogel mit Steinen beworfen
Den Erhebungen zufolge gehe man aber davon aus, dass die schweren Verletzungen des Tieres nicht allein vom Steinwurf, sondern möglicherweise von einer "massiveren Gewalteinwirkung" stammen. "Erschreckend für uns ist die Brutalität, die Art und Weise, wie mit dem Storch umgegangen wurde", betonte Baumschlager. Der oder die Täter müssen jedenfalls nach Abschluss der Ermittlungen mit einer Anzeige wegen Tierquälerei rechnen.

Wie berichtet, war Storch Rudi von einer Tierpflegerin regungslos in einem Teich gefunden worden. Eine Tierärztin kämpfte dann zwei Tage um das Leben des Vogels, am Sonntag erlag der Storch jedoch seinen schweren Kopfverletzungen.

"Es macht Rudi nicht mehr lebendig"
Die Mitarbeiter des Tierparks Buchenberg bedankten sich indes auf Facebook für die breite Anteilnahme: "Wir bedanken uns bei allen ganz herzlich, die uns auf diesem Wege, per E-Mail, persönlich oder per Telefon ihr Entsetzen über das Geschehene kundgetan haben. Es macht Rudi nicht mehr lebendig - aber diese breite Front gegen Tierquälerei schreckt hoffentlich potenzielle künftige Täter ab. Es bleibt zu hoffen, dass die Täter ihre gerechte Strafe bekommen!"

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