Fr, 24. November 2017

1 Mio. Euro Schaden

15.12.2014 13:16

Duo nach über 100 Einbrüchen in Wien geschnappt

Zwei Männer im Alter von 24 und 29 Jahren werden verdächtigt, seit Februar 2013 in Wien mehr als 100 Einbrüche in Wohnungen und Wohnhäuser verübt zu haben. Die Gesamtschadenssumme beläuft sich auf mehr als eine Million Euro.

Die Einbrüche verübten die beiden Männer in den Bezirken Landstraße, Wieden, Margareten, Josefstadt und Alsergrund. Bei ihren Taten gingen sie immer nach dem gleichen Modus Operandi vor. Erst spionierten sie die betreffenden Objekte über Tage hinweg aus und schlugen dann in der Nacht zu, meist am Wochenende in der Nacht auf Sonntag, sagte Polizeisprecher Patrick Maierhofer.

Täter wollten Spuren mit Spirituosen verwischen
Um sich Zutritt zu verschaffen, brachen die Männer meist die Türfüllung im unteren Bereich heraus oder schnitten sie mit einem Messer durch. Nach den Diebstählen versuchten sie, mittels diverser Alkoholika die Spuren zu verwischen und leerten beispielsweise Schnaps über die Türen. Dennoch konnten die Ermittler eine Vielzahl an DNA-Spuren und Fingerabdrücke sichern.

Neben Geld, Schmuck und Armbanduhren erbeuteten die Verdächtigen auch Computer, Handys, Blutzuckergeräte, Silberbesteck und Tresore. Die Gruppe Karall des Landeskriminalamtes Wien konnte den Männern insgesamt 102 Einbrüche zuordnen. In zwei Fällen waren die Opfer in der Wohnung anwesend, sagte Maierhofer. Als die Einbrecher dies bemerkten, seien sie geflüchtet.

Unterschlupf des Duo noch nicht entdeckt
Für die Georgier klickten - wie nun bekannt wurde - bereits am 19. Oktober die Handschellen, sie wurden bei einem Einbruch in Landstraße auf frischer Tat festgenommen. Gemeldet sind die beiden Verdächtigen in Wien nicht, allerdings wurde bei ihrer Festnahme neben Einbruchswerkzeug und Wechselbekleidung auch ein Schlüssel zu einer bisher unbekannten Unterkunft sichergestellt.

Einer der beiden Festgenommenen ist bereits einschlägig vorbestraft. Beide befinden sich in Untersuchungshaft, sie sind teilweise geständig. Die Ermittler schließen nicht aus, dass sie noch weitere Komplizen hatten. Allerdings ist seit der Festnahme im Oktober "kein Einbruch nach diesem Modus mehr verübt worden", erklärte der Polizeisprecher.

Das Landeskriminalamt bittet unter der Telefonnummer 01/31310-33610 um Hinweise zur Unterkunft bzw. zur Herkunft des Schlüssels.

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