Mo, 20. November 2017

Tierheim in Salzburg

15.12.2014 09:24

Gerda Ziesel: Ein großes Herz für Tiere in Not

Sie ist aus der Salzburger Tierschutzszene nicht mehr wegzudenken: Seit nunmehr vier Jahren leitet Gerda Ziesel die Geschicke rund um das Tierheim in der Karolingerstraße.

Der Grundstein für den Tierschutzverein wurde bereits im Jahr 1969 gelegt - damals entstand das erste Tierheim in Salzburg. Auf 4.000 Quadratmeter Grund gab es bis in die späten 1980er-Jahre nur eine Baracke als notdürftige Unterkunft. Erst dann wurde das neue Tierheim errichtet.

Und Gerda Ziesel, nunmehrige Geschäftsführerin des Tierschutzvereins, und ihrem Gatten Eckehart Ziesel, Präsident des Vereins, ist es zu verdanken, dass es Ende 2010 einen für das Wohl aller Tiere positiven Neustart gab. Ziesel spart dabei auch nicht mit Lob für ihr Pflegerinnen-Team: "Ohne sie wäre vieles nicht möglich."

25 Katzen und 15 Hunde zu vergeben
"Im Moment haben wir 25 Katzen, 35 Nager, also Hasen, Chinchillas und Meerschweinchen, 15 Hunde, fünf Wellensittiche, zehn Igel sowie Wildtiere wie kranke Tauben und Amseln bei uns", verrät Ziesel. Hygiene wird im Tierheim groß geschrieben, vor allem wegen ansteckender Krankheiten. "Für die Igel verwenden wir etwa in der Schnitzelmaschine zerlegtes Zeitungspapier. Das hat sich am saubersten für ihre Abfälle erwiesen", so Ziesel.

Zuhause für Bettlerhunde
Erst vor knapp drei Wochen kamen fünf Neuzugänge ins Heim, die Hunde von Bettlern, die sich hier etwas mit dem Tierverkauf "dazuverdienen" wollten. Sie sind mittlerweile Gott sei Dank alle an gute Plätze vergeben. Ziesel und ihr Team haben in den vergangenen Jahren viel Gutes im Sinne der Tiere getan. So konnte für Kater "Burni", der mit unzähligen schweren Verbrennungsverletzungen ins Tierheim gebracht wurde, an eine sehr liebe und nette Familie in Mondseee vermittelt werden.

Traurige Tier-Schicksale
Und "Bärli", ein Mischlingsrüde, der ob seines Alters und seiner schlimmen Vergangenheit bei einem ihn prügelnden Alkoholiker schwer traumatisiert war, fand auf einem Bauernhof in Mauterndorf ein neues, liebevolles Zuhause. "Als wir mit ihm zu der Familie fuhren, war schnell klar, dass er genau hierher gehört. Er hat es sich sofort unter einem Bankerl bequem gemacht", schmunzelt Ziesel.

Ein Happy End für Bulldogge "Emil"
Emil, eine Französische Bulldogge, kam nach vielen Querelen um vermeintliche Tierfreunde, die ihn zwar unbedingt adoptieren, aber nie besuchen wollten, ebenfalls zu einer sehr hundeerfahrenen Familie.  Ganz zu schweigen vom Schicksal von "Catie": Die Schäferdame fand bei einem Bergretter aus Abersee ein neues Zuhause sowie eine Lebensaufgabe als Lawinensuchhündin. Sie wird gerade ausgebildet.

Tiere müssen gut versorgt werden
Gerda Ziesel hat seit dem Neustart die Vergabe der Tiere übernommen. Und ihr liegt eines am Herzen: "Die Tiere müssen gut versorgt sein. Ich kann eine Katze nicht an einen Platz vergeben, wo zum Beispiel der Balkon ungesichert ist", erläutert die Expertin.
Und wie alle Tierhilfe-Vereine sind auch Ziesel und ihr Team auf Spenden angewiesen. Gerade vor Weihnachten, wenn die Menschen helfen wollen, können sie das mit einer kleinen Spende für die Tiere in Salzburg: Kennwort "Tierschutzverein für Stadt und Land Salzburg", IBAN AT46 2040 4000 0001 2518, BIC SBGSAT2SXXX.

Zu Weihnachten keine Tiere schenken
Und Gerda Ziesel hat auch Tipps für alle Eltern parat, deren Kinder sich zu Weihnachten unbedingt ein Tier wünschen: "Bitte, bitte schenken Sie einen Gutschein. Die Familien können dann nach den Feiertagen zu uns kommen und sich bei uns umsehen. Dann kann man schauen, welche Tiere den Kindern gefallen und ob ein gutes Zusammenleben überhaupt ohne Probleme möglich ist." "Feiertage" gibt es übrigens im Tierheim auch genug: Denn einmal pro Woche wird groß aufgekocht, da köchelt ein frisches Hähnchen im großen Topf und alle Vierbeiner warten dann schon ganz sehnsüchtig ob des herrlichen Geruchs nach Frischfleisch aufs "Mittagessen".

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