Fr, 20. Oktober 2017

Auktion in New York

11.12.2014 19:41

Bacchus-Statue aus OÖ für 22,5 Mio. € versteigert

"Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten, verkauft!" – Für 27,885.000 Dollar (umgerechnet 22,5 Millionen Euro) hat am Donnerstag im Auktionshaus Christie's in New York ein Bronze-Bacchus aus dem Schloss St. Martin/Innkreis (Oberösterreich) einen Käufer gefunden.

Das Gebot lag am oberen Ende der Skala, ein Volltreffer für die Erben von Graf Arco-Zinneberg. Die fast märchenhafte Geschichte des 109 Zentimeter großen Bronzemännleins, das viele Jahre unbemerkt im Innenhof von Schloss St. Martin im Innkreis herumstand, bis ein Experte von Christie's den Schatz entdeckte, fand am Donnerstagabend in New York ihren Abschluss.

Für Verkäufer bleiben knapp 20 Millionen Euro
Das Los Nummer 10 war um 18 Uhr unserer Zeit an der Reihe, der Schätzwert wurde von Christie's auf 15 bis 25 Millionen US-Dollar festgelegt. Es dauerte keine halbe Stunde, dann hatten sich die Bieter zum Endpreis gesteigert: 27,885.000 US-Dollar, die aber auch Steuern und Verkaufsprovision für Christie’s beinhalten. Umgerechnet 22,52 Millionen Euro – für die Erben des Grafen bleiben geschätzt etwas weniger als 20 Millionen Euro.

Angela Baillou, Chefin von Christie's Österreich, war eigens über den großen Teich geflogen, um in Amerika die weltweit beachtete Versteigerung des beinahe vergessenen Spätwerks des niederländischen Meisterbildhauers Adriaen de Vries mitzuverfolgen.

Statue sollte bereits 2010 versteigert werden
Bereits im Jahr 2010 sollte die Bronzefigur bei Christie's in London versteigert werden, doch nach einem Zeitungsbericht über die angeblich unter dubiosen Angaben erteilte Ausfuhrgenehmigung wurde der Verkauf zunächst wieder abgeblasen. Für die adeligen Verkäufer war dies freilich nur bedingt ein Nachteil: Der Schätzwert stieg innerhalb dieser verstrichenen vier Jahre seit der "Entdeckung" von acht bis 13 Millionen Dollar auf fast das Doppelte an.

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