Mi, 18. Oktober 2017

Wegen Gebühr

11.12.2014 08:53

Google macht Nachrichten-Website in Spanien dicht

Google reagiert auf eine von spanischen Verlegern durchgesetzte Gebühr und macht seine Nachrichten-Website in Spanien dicht. Da Google News keine Werbung enthalte und dem Konzern entsprechend kein Geld einbringe, sei die neue Abgabe nicht tragbar, hieß es in einem Blogeintrag am Mittwoch.

Die Ende Oktober verabschiedete Gesetzesreform sieht vor, dass Betreiber von Suchmaschinen grundsätzlich eine Gebühr an Verlage und Autoren zahlen müssen, wenn sie Auszüge aus deren Texten anzeigen. Die sogenannte "Google-Gebühr" soll am 1. Jänner in Kraft treten. Allerdings steht bisher nicht fest, wie hoch sie sein wird und auf welchem Wege sie eingezogen werden soll.

Der Internetriese schließt Google News in Spanien am 16. Dezember und wird dann auch keine Inhalte spanischer Medienhäuser mehr erfassen. Google sei "wirklich traurig" darüber, erklärte der zuständige Manager Richard Gingras.

Spaniens Bildungs- und Kulturministerium teilte unterdessen mit, an der umstrittenen Urheberrechtsreform festzuhalten. Die Reform werde wie geplant umgesetzt, hieß es. Die angekündigte Einstellung Google News in Spanien sei eine unternehmerische Entscheidung. Das Ministerium werde in Kürze die konkreten Details der Reform ausarbeiten. Dann erhielten alle Betroffenen erneut die Gelegenheit, ihre Haltung darzulegen.

Das Ministerium wies außerdem darauf hin, dass Internetbenutzer auch nach der Einstellung von Google News in Spanien die Inhalte einsehen könnten. Man könne zum Beispiel auf die Internetseiten der einzelnen Medien oder andere Suchmaschinen zurückgreifen, betonte das Ministerium in einem Kommuniqué.

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