Sa, 18. November 2017

Mauerrisse entdeckt

10.12.2014 11:45

Erneut Einsturzgefahr in Wien: Haus evakuiert

Erneut ist in Wien ein Wohnhaus einsturzgefährdet: In Penzing ist ein Gebäude mit mindestens 20 Wohnungen am Dienstagabend vorsorglich evakuiert worden, nachdem Mauerrisse im Stiegenhaus und in den Wohnräumen entdeckt worden waren. Zwölf Bewohner mussten sich für die Nacht wegen einer möglichen Einsturzgefahr des Altbaus eine Ersatzunterkunft suchen.

Am Mittwoch hat die Baupolizei mit Sicherungsmaßnahmen begonnen. Einsturzgefahr bestehe aber aus jetziger Sicht nicht, versicherte Hannes Kirschner, Leiter der Stabstelle, für die Bewohner bleibt der Altbau aber weiterhin gesperrt. Sie müssen sich wohl noch mindestens ein paar Tage gedulden, bis sie wieder in ihr Zuhause zurückkönnen. "Das Haus ist noch nicht freigegeben", so Kirschner. Derzeit werde das Stiegenhaus abgestützt, "damit da ja nichts passiert". Die Gasleitungen wurden ebenfalls aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Wie Feuerwehrsprecher Christian Feiler am Dienstag sagte, wurden mehrere "Glasspione" an den Rissen des Gebäudes in der Kienmayergasse gesetzt. Mit solchen Teilen kann der Zustand des Gebäudes beobachtet werden, ebenso, ob es zu Bewegungen kommt und wie schnell diese vonstattengehen. Das Ausmaß der möglichen Einsturzgefährdung stand aber noch nicht fest, auch eine Ursache für die Risse war vorerst nicht bekannt. Die Wiener Berufsrettung rückte mit dem Katastrophenzug aus, um die Bewohner an Ort und Stelle zu versorgen, damit diese nicht in der Kälte ausharren mussten.

Angrenzende Baustelle als Ursache für Risse?
Wodurch die Risse entstanden sind, ist noch unklar. Mögliche Ursache könnte eine Baustelle am angrenzenden Haus sein. Aber auch bei der betroffenen Liegenschaft selbst wurde ein Dachgeschoßausbau durchgeführt, der aber so gut wie abgeschlossen sei. Genauere Prüfungen sollen Klärung bringen. Möglich sei auch, dass infolge der Kälte Spannungsrisse entstanden sind. Ziviltechniker beobachten nun, ob sich die Risse im Mauerwerk ausbreiten bzw. vergrößern, was zumindest bisher aber nicht der Fall gewesen sein dürfte, so Kirschner.

Wann die Wohnungen wieder zugänglich sein werden, ist noch nicht klar. Geplant ist jedenfalls, nach entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen den straßenseitig gelegenen Trakt in den nächsten Tagen zu öffnen. Der Rest des Gebäudes soll etwas später folgen. Wie das Büro für Sofortmaßnahmen mitteilte, sind eine dreiköpfige Familie sowie eine alleinstehende Frau in städtischen Ersatzwohnungen untergebracht worden sind. Die restlichen Mieter hätten private Ausweichquartiere gefunden, hieß es.

Erst am Samstag war ein Haus in der Äußeren Mariahilfer Straße teilweise eingestürzt. Eine Stiege des Hauses war plötzlich eingebrochen, auch Teile der Außenmauer im Hof krachten zu Boden. Das Haus Nummer 178 an der Ecke zur Grenzgasse drohte einzustürzen. Die Bewohner konnten in Sicherheit gebracht werden, verletzt wurde niemand. Auch am Dienstag konnten noch nicht alle Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren.

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