Mi, 13. Dezember 2017

Nach Lagerräumung

09.12.2014 07:13

Pyrotechniker fordert beschlagnahmte Böller zurück

Geräumt ist der Rest jenes illegalen Böllerlagers, das am Freitag - wie berichtet - im oberösterreichischen Pupping ausgehoben wurde. Inzwischen geht der betroffene Pyrotechniker zum Gegenangriff über, will seine beschlagnahmte Ware zurück und wirft den Behörden vor, dass sie übers Ziel geschossen hätten und er keine fünf Tonnen an Knallkörpern gehortet habe.

Ein anonymer Hinweis hatte bekanntlich die Bezirkshauptmannschaft und die Polizei auf den ehemaligen Schweinestall in Pupping aufmerksam gemacht, der als Pyrotechniklager herhalten musste. "Die Wahl des Lagers war sicher nicht optimal, aber zu Silvester hat jeder Pyrotechniker Probleme, die Ware ordnungsgemäß zu lagern", sagt Feuerwerker Klaus Reitsamer.

"Beschlagnahmelisten sind für mich lächerlich"
Dass er fünf Tonnen Raketen und Co. gelagert haben soll, bestreitet der Mann aber vehement. "Es wird von fünf Tonnen gesprochen und dass 1,5 Tonnen beschlagnahmt wurden. Ich habe aber nur 705 Kilo Ware nach Slowenien gebracht. Das geht sich nicht aus, da wurde einfach irgendetwas geschätzt und die Beschlagnahmelisten sind für mich lächerlich", so Reitsamer.

Feuerwerker will Ware zurück
Außerdem beteuert der 30-Jährige, die Ware über einen österreichischen Importeur gekauft zu haben, der die Feuerwerkskörper in China bezieht. "Als Pyrotechniker darf ich ja andere Sachen kaufen und besitzen als jemand, der nicht ausgebildet ist", meint Reitsamer.

Jetzt will er seine beschlagnahmte Ware zurück. Nach dem Abtransport der 705 Kilo Feuerwerk nach Slowenien hat er nur noch Abschuss- sowie Zündvorrichtungen, die nicht explosiv sind, in Oberösterreich gelassen.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden