Do, 14. Dezember 2017

Keine Verletzten

06.12.2014 16:50

Haus auf Wiener "Mahü" teilweise eingestürzt

Auf der Äußeren Mariahilfer Straße in Wien hat am Samstagnachmittag ein Gebäude evakuiert werden müssen. Eine Stiege des Hauses war plötzlich eingebrochen, auch Teile der Außenmauer im Hof krachten zu Boden. Das Haus Nummer 178 an der Ecke zur Grenzgasse drohte einzustürzen. Die Bewohner konnten in Sicherheit gebracht werden, verletzt wurde niemand. Die Umgebung wurde großräumig gesperrt, am Abend konnte die Straße dann wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Eine Mieterin des Altbaus, der drei Stockwerke sowie drei Stiegen hat, war am Nachmittag auf Risse in der Wand aufmerksam geworden und hatte Alarm geschlagen. Derzeit finden am Haus, das gegenüber dem Schwendermarkt liegt, Bauarbeiten statt.

Bewohner und ein Katzenpärchen in Sicherheit gebracht
Bei Sondierung der Lage stellte die Feuerwehr fest: Gefahr in Verzug. Sofort wurden fünf Menschen aus fünf Wohnungen in Sicherheit gebracht, sagte ein Sprecher der Berufsfeuerwehr. Noch während dieser Arbeiten meldete sich ein junges Pärchen bei den Einsatzkräften und berichtete, dass sie ihre Katzen in der Wohnung im dritten Stock zurückgelassen hatten. Die Feuerwehr, die mit etwa 80 Mann im Einsatz war, barg das acht Monate alte Katzenpärchen "Merlin" und "Mim" mit einer Drehleiter.

Nur Augenblicke nachdem die Evakuierung stattgefunden hatte, kam es auch schon zu einem Teileinsturz einer Stiege im Hof, zudem stürzten Teile der dortigen Außenmauer zu Boden.

Die Einsatzkräfte nahmen Kontakt mit der Baufirma auf, um gemeinsam zu eruieren, wie gefährdet das Objekt nach dem Stiegeneinsturz ist. Die Gegend wurde großräumig abgesperrt, davon betroffen waren neben dem Autoverkehr auch Fußgänger und zwei Straßenbahnlinien.

Sperre aufgehoben, Straße wieder für Verkehr freigegeben
Am frühen Abend wurde dann entschieden, dass die Sperre aufgehoben und die Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. Ebenso wäre es aus rein statischen Gründen möglich gewesen, einen Teil des Gebäudes wieder für die Bewohner freizugeben. Doch die Wohnungen waren laut Feuerwehr ohne Wasser-, Strom- und Gasversorgung, weshalb für die Betroffenen Ersatzquartiere organisiert wurden.

Keinerlei Zusammenhang mit Vorfall im Nebenhaus im April
Das Gebäude befindet sich neben jenem Haus, das Ende April ab dem zweiten Obergeschoß zur Hälfte eingestürzt war. Ein 19-Jähriger hatte zuvor offenbar aus Liebeskummer eine Gasleitung durchtrennt, es kam zur Explosion. Der junge Mann starb, 14 Menschen wurden damals verletzt. Zwischen den beiden Vorfällen besteht laut Feuerwehr keinerlei Zusammenhang.

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