Mi, 13. Dezember 2017

Trotz Rekordschulden

05.12.2014 17:00

39.000-Euro-Prämien für Manager der Wien-Holding

Mehr als 30 Top-Manager der Wien Holding, eines 100-Prozent-Unternehmens der Stadt Wien, dürfen sich auch heuer wieder über Erfolgsprämien in der Höhe von drei Monatsgehältern freuen - trotz Rekordverschuldung der City in Höhe von 5,1 Milliarden Euro. Der Rechnungshof kritisiert jetzt deutlich dieses Prämiensystem.

Sie arbeiten bei den Vereinigten Bühnen, in der Stadthalle, im Hafen, in der Prater GmbH und in 29 weiteren Unternehmen der Holding: Die Manager-Elite der Stadt erhält auch heuer wieder hohe Prämien. Diese Zusatzgage liegt bei "drei Monatsgehältern", schreibt der Stadtrechnungshof nun in seinem Bericht (KA-K-13/13).

"Das sind im Schnitt nochmals 39.000 Euro zusätzlich zu den 13.000-Euro-Monatsbezügen der Herrschaften und Damen der ersten Führungsriege", erklärt dazu ein Insider. Die breite Masse der für die Stadt tätigen Geschäftsführer müsse sich mit geringeren Prämien abfinden: Sie erhalten vor Weihnachten "nur" 9.500 Euro zusätzlich.

Kritik: Zielvorgaben für Prämien zu ungenau definiert
Die Prüfer des Stadtrechnungshofs lassen aber keinen Zweifel daran, dass sich im Prämiensystem der Stadt einiges ändern sollte: So waren etwa die Zielvorgaben, wann ein Manager eine Prämie erhält, zu ungenau definiert (siehe Faksimile). Und in einem Fall sogar nur mündlich...

Kein Wunder also, dass 95 Prozent der Geschäftführer all jene Ziele erreichen, die ihnen eine Prämie bringen. Von der Wien-Holding wird betont, dass bereits seit 2011 Reformen laufen und Problembereiche bereinigt worden sind.

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