Sa, 18. November 2017

Neue ÖSV-Hoffnung

05.12.2014 11:13

Eva Pinkelnig - in Nullkommanix zur Skispringerin

Eva Pinkelnig hat einen äußerst bemerkenswerten Werdegang hinter sich. Die 26-Jährige durchlief keinen der üblichen ÖSV-Kader, sondern begann erst vor zwei Jahren mit dem Skispringen. Nach rasantem Aufstieg debütiert die Vorarlbergerin in Lillehammer im Weltcup und hat dabei sogar ausgezeichnete Chancen, denn im Training und in der Qualifikation war sie ganz vorne dabei.

In ihrer Jugend war Pinkelnig Skirennläuferin. Nach der Skihandelsschule war es mit ihrer Sportkarriere aber zunächst für sieben Jahre vorbei. Insgeheim habe sie aber immer Skispringen wollen. "Ein geheimer, großer Traum ließ mich all die Jahre nie los - einmal einen 100-Meter-Sprung zu absolvieren" beschreibt sie die Beweggründe für ihre späte Berufung.

Ohne jegliche ernsthafte Wettkampferfahrung
2012 ergriff sie die Möglichkeit und absolvierte auf kleinen Schanzen ihre ersten Versuche. Anfangs noch aus Jux und Ablenkung von Studium und Arbeit, später wurde aber ihr Wettkampfehrgeiz geweckt. In der Vorsaison war sie im Austria Cup unter den Besten. Im Sommer überzeugte Pinkelnig auf Anhieb auch Neo-Cheftrainer Andreas Felder und wurde, ohne jemals im Kontinentalcup oder im Sommer-Grand-Prix angetreten zu sein, ins Weltcupteam geholt. Um sich voll auf den Sport konzentrieren zu können, hat sie im Herbst ihre Arbeitsstelle als Erzieherin aufgegeben.

Mit der Weltcupteilnahme werde ein Traum wahr, so die 1,59 Meter große Dornbirnerin. Sie verspüre ein "vorfreudiges Kribbeln, dass es endlich losgeht und ich wirklich im Weltcup starten darf." Den ersten Sprüngen in Lillehammer nach zu schließen, könnte ihr Traum durchaus noch weitergehen. Nach den Plätzen drei und zwei im Training sowie Rang zwei in der Qualifikation gab sie sich aber noch betont zurückhaltend. "Natürlich bin ich extrem zufrieden. Mein Ziel für den Wettkampf ist, mich für den zweiten Durchgang zu qualifizieren und Punkte zu machen."

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