Mi, 22. November 2017

Skandal aufgedeckt

03.12.2014 13:28

Frau hortete rund 140 Pferde, Hunde und Katzen

Der Verein "Animal Spirit" und Schweizer Tierschützer haben einen Fall von "Animal Hoarding" - darunter versteht man krankhaftes Tiere-Sammeln - aufgedeckt. Eine gebürtige Deutsche soll im Bezirk Gänserndorf und in Ungarn mindestens 90 Pferde, 30 Katzen und mehrere Hunde - insgesamt rund 140 Tiere - unter zum Teil sehr schlechten Bedingungen gehortet haben. Nun muss sie für die Pferde bis spätestens Ende der Woche eine neue Bleibe finden.

Bisher habe man gehofft, die Frau davon überzeugen zu können, einige der Tiere freiwillig abzugeben. Doch sie sei sich ihrer Lage nicht bewusst, sagte Tierarzt Franz-Joseph Plank, Obmann von "Animal Spirit". Etwa 60 der teils "halb verhungerten Pferde" würden sich derzeit auf einem knapp einen Hektar großen Gelände in einer kleinen ungarischen Ortschaft in der Nähe von Zalalövö befinden. Dort stünden die Tiere in einer "zentimeterdicken Schlamm- und Kotschicht" im Regen, mittendrin liege das Futter, so Plank.

Keine finanziellen Mittel für Versorgung
Die Frau sei verschuldet und verfüge daher nicht über die nötigen finanziellen Mittel, die Tiere zu versorgen. Am Mittwochvormittag fand daher in der ungarischen Ortschaft eine Behördenversammlung statt. "Es geht darum, die Pferde an einem anderen Ort unterzubringen." Wichtig sei, dass die Tiere "von dort wegkommen und einen vernünftigen Platz bekommen", so Plank.

Die Tiere seien im Rahmen einer Behördenversammlung am Mittwoch vorerst aber nicht beschlagnahmt worden, berichtete Plank. Wohin die Pferde nun kommen würden, sei noch nicht geklärt. Hinsichtlich einer anderen Unterbringung der Pferde sei die gebürtige Deutsche völlig uneinsichtig", so der Obmann. Man hatte gehofft die Frau überzeugen zu können, einige der Tiere freiwillig abzugeben. Die "Krone"-Tierecke hat indes vor Ort mit den Behörden gesprochen und wird Fall weiter verfolgen.

Gesundheitsgefährdung vorhanden?
Ob eine Gesundheitsgefährdung der Nachbarschaft im Ort aufgrund von Seuchengefahr vorliegt, wird laut dem Obmann noch von der Behörde geprüft und war Hintergrund der Versammlung. Ein Einschreiten wegen Verletzung von Tierschutzvorschriften hätte länger gedauert, so Plank.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).