Di, 24. Oktober 2017

Super-G, Lake Louise

30.11.2014 20:39

Matthias Mayer jagt haarscharf am Sieg vorbei!

Österreichs Speed-Ski-Truppe hat sich am Sonntag beim alpinen Weltcup-Wochenende in Lake Louise für die bescheidene Ausbeute vom Samstag bei der ersten Saisonabfahrt rehabilitiert. Abfahrtsolympiasieger Matthias Mayer landete 29/100 hinter dem wie am Vortag siegreich gebliebenen Norweger Kjetil Jansrud auf Rang zwei. Otmar Striedinger, Max Franz und Hannes Reichelt wurden Vierter bis Sechster.

Etliche ÖSV-Asse hatten nach den ernüchternden Erfahrungen in der Abfahrt für den stumpfen Schnee ihr Material neu ausgerichtet, und das mit Erfolg. Für Matthias Mayer wurde es wie 2013 Rang zwei. Auch da war mit dem derzeit verletzten Aksel-Lund Svindal nur ein Norweger schneller gewesen. "Da bin ich auch bei der letzten Zwischenzeit in Führung gelegen", erinnerte Mayer. 14 Weltcup-Super-Gs in Folge gab es nun schon keinen ÖSV-Sieg.

Mayer: "Ich war voll am Limit"
Der Kärntner musste den in Überform agierenden Jansrud zwar um knapp drei Zehntel ziehen lassen, gewann aber den Hundertstel-Kampf um die Plätze. Mayer: "Ich war voll am Limit. Ich habe mein Set-up geändert und auch die Fahrerei." Striedinger hingegen verlor einmal mehr ein hauchdünnes Duell, nur eine Hundertstel hinter dem Italiener Dominik Paris stand der ebenfalls aus Kärnten stammende Rennläufer neben dem Podest (+0,32).

Doch beim 23-jährigen Striedinger überwog die Zufriedenheit: "Die Hundertstel kommen sicher einmal retour. Ich habe beim Material etwas umstellen müssen, habe mich da gestern leider vergriffen. Aber wie es aussieht, habe ich die richtige Schraube gefunden." Erschwerend kam dazu, dass der mit 45 Toren versehene Kurs von ÖSV-Speed-Coach Florian Winkler nach der Besichtigung im Steilhang noch etwas umgesetzt worden ist.

Überraschungseffekt war groß
Der Überraschungseffekt war an dieser Stelle bei so manchem daher groß. "Das war eine komische Situation", gab etwa Reichelt zu bedenken. In seinem zweiten Speed-Rennen nach seinem Bandscheibenvorfall vom vergangenen Winter überzeugte der Kitzbühel-Triumphator erneut, am Samstag war er als Neunter bester Österreicher gewesen. Nur 42 Hundertstel lag er hinter dem Sieger, 7/100 hinter Teamkollege Franz.

Dem wurmte bei seinem Zieleinlauf die "2" auf der Anzeigetafel, 4/100 fehlten ihm da auf Paris und letztlich auf Endrang drei. "Ich ärgere mich über einen Schwung, den ich ein bisschen zu hart gefahren bin", meinte Franz. Paris wiederum war positiv überrascht, dass er seinen ersten Top-10-Super-G auf dem Podest beendete. "Das hätte ich mir nicht gedacht", gab der Südtiroler zu. "Aber ich habe diesen Sommer schon mehr Technik trainiert."

Fünfter Sieg für Jansrud
Jansrud feierte seinen fünften Weltcupsieg. Wie Svindal 2012 holte er in Lake Louise das Double. "Das ist schon ein bisschen überraschend", sagte der Olympiasieger in dieser Disziplin. "Aber ich habe gewusst, dass ich in guter Form bin. Mein Name ganz oben auf der Liste, das ist ein gutes Gefühl." Zudem jagte er dem Salzburger Marcel Hirscher die Führung im Gesamt-Weltcup ab. Weiter geht es von Freitag bis Sonntag in Beaver Creek.

Weltcup-Super-G der Herren am Sonntag in Lake Louise:

1. Kjetil Jansrud (NOR) 1:32,02
2. Matthias Mayer (AUT) +0,29
3. Dominik Paris (ITA) +0,31
4. Otmar Striedinger (AUT) +0,32
5. Max Franz (AUT) +0,35
6. Hannes Reichelt (AUT) +0,42
7. Manuel Osborne-Paradis (CAN) +0,51
8. Johan Clarey (FRA) +0,57
9. Jan Hudec (CAN) +0,60
10. Patrick Küng (SUI) +0,67
11. Didier Defago (SUI) +0,71
12. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) +0,79
13. Dustin Cook (CAN) +0,83
14. Romed Baumann (AUT) +0,86
15. Peter Fill (ITA) +0,90
16. Patrick Schweiger (AUT) +1,05
17. Morgan Pridy (CAN) +1,08
18. Vincent Kriechmayr (AUT) +1,13
19. Beat Feuz (SUI) +1,37
20. Andrew Weibrecht (USA) +1,40
21. Travis Ganong (USA) +1,43
22. Joachim Puchner (AUT) +1,44
23. Sandro Viletta (SUI) +1,51
24. Carlo Janka (SUI) +1,54
25. Jared Goldberg (USA) +1,60
26. Adrien Theaux (FRA) +1,65
27. Andreas Sander (GER) +1,70
28. Werner Heel (ITA) +1,74
29. Steven Nyman (USA) +1,76
30. Georg Streitberger (AUT) +1,82
Weiters: 32. Florian Scheiber (AUT) 1:33,99 +1,97.

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