Do, 23. November 2017

Haupttäter flüchtig

27.11.2014 09:19

Mord in Linz: Komplize stellt sich bei Polizei

Nach der Bluttat vor einem Linzer Lokal Mitte Oktober, bei der ein 45-Jähriger mit einem Kopfschuss regelrecht hingerichtet worden war, hat sich nun einer der flüchtigen Hauptverdächtigen bei der Polizei gestellt. Offenbar war dem 27-jährigen Elvedin R. der Fahndungsdruck zu groß geworden. Er konnte in der Wohnung seiner Mutter festgenommen werden. Der Verdächtige zeigt sich großteils geständig.

Wie erst am Donnerstag bekannt wurde, hatte sich der 27-Jährige bereits in der Nacht auf Montag gegen 1.30 Uhr bei der Polizei gemeldet und seinen Aufenthaltsort mitgeteilt, berichtete Polizeisprecherin Simone Mayr. Die Beamten rückten daraufhin zur Wohnung der Mutter des Tatverdächtigen aus und trafen dort tatsächlich auf Elvedin R. Bei seiner Einvernahme zeigte sich der Beschuldigte zum größten Teil geständig, so Mayr. Nähere Details rund um die Tat sowie zu den Hintergründen wurden nicht bekannt gegeben.

Indes wird weiter "intensivst" nach dem zweiten Flüchtigen, dem 23-jährigen Tschetschenen Achmed D., gesucht, der als Hauptverdächtiger in den Mordfall gilt. Zwar gebe es bereits Hinweise auf seinen Verbleib, eine konkrete Spur allerdings noch nicht, erklärte die Polizeisprecherin. Die Exekutive erhofft sich nun mögliche weitere Angaben zu dessen Aufenthalt vom festgenommenen 27-Jährigen.

Opfer wollte Streit für Sohn klären
Die grausige Tat geschah in der Nacht auf den 13. Oktober. Das spätere Opfer, der 45-jährige Regjep M., hatte gegen 2 Uhr das Lokal im Franckviertel mit zwei Bekannten verlassen. Vor dem Gebäude trafen die drei auf eine andere Gruppe, es kam zu einer heftigen Auseinandersetzung. Laut Informationen der "Krone" dürfte es dabei um einen bereits länger schwelenden Streit gegangen sein.

So hatten die späteren Täter Wochen zuvor den 24 Jahre alten Sohn des 45-Jährigen mit einer Pistole bedroht. Dieser soll sich für die Freundin des verdächtigen Elvedin R. interessiert haben. Zudem waren sich die beiden bei Drogengeschäften in die Quere gekommen, fanden die Ermittler heraus. In der Nacht, als Regjep M. starb, wollte der 45-Jährige offenbar die Sache für seinen Sohn klären und aus der Welt schaffen - und bezahlte sein Vorhaben mit dem Leben.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden