Fr, 24. November 2017

Laut Insider:

26.11.2014 17:00

Ex-Häftling zog in den Heiligen Krieg

Dieser Akt wird wohl noch lange nicht geschlossen werden: Kaum ist A. G., einst professioneller Waffenhändler und Drogendealer, nach Verbüßung seiner lebenslangen Freiheitsstrafe wegen zweifachen Mordes ein freier Mann - er war vor drei Wochen aus dem Gefängnis entlassen worden -, sorgt der heute 46-Jährige erneut für Schlagzeilen: So prahlt der Ex-Häftling damit, in den Heiligen Krieg gezogen zu sein.

6. November, das Eisentor des Hochsicherheitsgefängnisses Garsten in Oberösterreich öffnet sich. Jener Mann, der als einer der skrupellosesten und unberechenbarsten Mörder in die österreichische Kriminalgeschichte eingegangen ist, ist ein freier Mann - nach 24 Jahren und neun Monaten Haft in Österreich.

"Bedenken" zur frühzeitigen und rechtlich korrekten Enthaftung und Gs. psychischen Zustand äußerte niemand. Im Gegenteil: "Keine Gefahr", attestierten Gerichtspsychologen. Dem Österreicher mit libanesischer Herkunft wurden aber einige Auflagen aufgebrummt, darunter eine zehnjährige Probezeit, in der er keine weiteren Straftaten begehen darf.

Mit One-Way-Ticket nach Ägypten
So weit, so gut. A. G. versprach sowieso, das Land zu verlassen. Und tat es auch: Noch am 6. November flog der Mann mit einem One-Way-Ticket nach Ägypten - zum Onkel, hatte er zuvor vor dem Richter beteuert. Doch schon gegenüber seinen Mithäftlingen in der Justizanstalt Garsten soll G. mit seinem Plan geprahlt haben, in den Heiligen Krieg zu ziehen, in Ägypten umgehend der Terrormiliz IS beizutreten.

Während er seinen Bewährungshelfer in Steyr ohne Aufforderung mit idyllischen Privatfotos, die auch den lieben Onkel zeigen, versorgt, berichtet er "Freunden" laut Insider via Telefon stolz von seinem geglückten Dschihad-Beitritt - mit den Worten: "Ich kämpfe jetzt für den IS."

Christoph Mayer, Vizepräsident des Landesgerichtes Steyr kann zur Causa nur so viel sagen: "Er hat Kontakt zur Bewährungshilfe. Hinweise, dass er sich dem IS angeschlossen hat, haben wir zurzeit nicht."

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