Fr, 24. November 2017

1.000 Euro für OP

25.11.2014 09:59

Pflegerin bewahrt 77-Jährigen vor dreistem Betrug

Im wahrlich letzten Moment hat eine Pflegerin in Oberösterreich ihren 77 Jahre alten Schützling vor einer gemeinen Abzocke bewahrt. Ein 45-Jähriger hatte versucht, dem Pensionisten 1.000 Euro für eine angeblich dringend nötige Operation herauszulocken. Die Pflegekraft durchschaute jedoch das Spiel, die Polizei wurde eingeschaltet und legte sich in der Wohnung des Opfers auf die Lauer - mit Erfolg: Bei der vermeintlichen Geldübergabe schnappte die Falle für den 45-Jährigen zu.

Immer wieder versuchen Betrüger mit faulen Tricks, an das Ersparte ihrer zumeist betagten Opfer zu gelangen. In diesem Fall ging der Plan eines 45-jährigen Niederösterreichers und seiner 62 Jahre alten Komplizin allerdings nicht auf, obwohl sich die beiden ihrer Sache offenbar sehr sicher waren. Denn das auserkorene Opfer war nicht zum ersten Mal auf einen Trick des Duos hereingefallen. Bereits Anfang November hatte die 62-Jährige dem Pensionisten aus Spital am Pyhrn an der Haustür zwei völlig überteuerte Decken angedreht - der 77-Jährige zahlte insgesamt 800 Euro, wert waren die Textilien allerdings nur 75 Euro.

Nach dem ersten gelungenen Betrug nahm das Duo wohl an, dass bei dem gutgläubigen Pensionisten weitaus mehr zu holen sei. Und so marschierte diesmal der 45-jährige Niederösterreicher zur Wohnung des 77-Jährigen, um mit einer herzerweichenden Geschichte das Portemonnaie des Pensionisten einmal mehr zu öffnen.

Pflegerin belauschte Gespräch
So sprach der Mann sein Opfer beim Treffen am 19. November auf die Frau an, die dem Pensionisten die Decken verkauft hatte und erklärte, dass es sich bei dieser um seine Schwester handle, die derzeit im Krankenhaus liege und dringend eine Operation benötige. Diese würde 1.000 Euro kosten, doch dem 45-Jährigen fehle das Geld, um die Kosten zu decken. Der 77-Jährige willigte schließlich ein, dem Mann den Betrag auszulegen. Da er aber kein Bargeld zu Hause hatte, einigte man sich für die Übergabe auf ein Treffen am Nachmittag desselben Tages.

Dieses Abkommen wurde jedoch auch von der Pflegerin des 77-Jährigen mitgehört, die daraufhin stutzig wurde. Nach Absprache mit einem Angehörigen wurde die Polizei alarmiert. Beamte legten sich in der Wohnung des Opfers auf die Lauer und erwarteten den Verdächtigen bereits, als dieser am Nachmittag die 1.000 Euro abholen wollte. Bei der Konfrontation legte der Niederösterreicher sofort ein Geständnis ab, er und seine 62-jährige Bekannte wurden angezeigt.

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