Di, 12. Dezember 2017

Wie in Stockholm

20.11.2014 17:00

SMS-Alarm bei Schulschwänzen auch in Wien?

"Neue Waffe gegen Schulschwänzer" lautet der martialische Artikel zu einem "Presse"-Korrespondentenbericht aus Stockholm, in dem davon die Rede ist, dass das Schulschwänzen in der schwedischen Hauptstadt mittels SMS-Alarm der Lehrer an die Eltern deutlich reduziert werden konnte. Geht es nach Wiens Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl, soll diese "Wunderwaffe" auch in der Bundeshauptstadt an allen Schulen eingesetzt werden.

Das Ganze funktioniert relativ einfach: Bleibt ein Schüler dem Unterricht fern, wird per SMS zwischen Lehrern und Eltern des Schülers Kontakt aufgenommen. Dabei stellt sich relativ rasch heraus, ob das Fernbleiben z.B. wegen Erkrankung entschuldigt ist oder ob es sich um Schulschwänzen handelt.

Zahl der Schwänzer ging in Stockholm drastisch zurück
In Stockholm spricht man von einer neuen "Wunderwaffe" – die Zahl der Schulschwänzer hat sich ebenso dramatisch verringert wie die Zahl der dadurch versäumten Schulstunden. Die Fehlzeiten haben sich von 2,9 Prozent im Schuljahr 2009/2010 auf 1,7 Prozent im Vorjahr verringert. Noch dramatischer der Rückgang in Stockholmer Schulen mit sehr hohem Migrantenanteil: Dort sank die Schulschwänz-Rate von 9 Prozent auf 2,1 Prozent.

In Wien, das mit Stockholm auch wegen des hohen Migrantenanteils in manchen Bezirken vergleichbar ist, wird der SMS-Alarm bei Schulschwänzen zwar schon angewandt, ist aber nicht flächendeckend.

Stadtschulratspräsidentin Brandsteidl zur "Krone": "Wichtig ist, dass sich der Elternverein und die Schule über eine solche Maßnahme einig sind. Ich halte die Idee für sehr gut, und sie sollte an allen Schulen in die Praxis umgesetzt werden."

Mehr Druck auf notorische Schulschwänzer
Brandsteidl wird dieses Thema auf die Tagesordnung des nächsten Elternbeirats setzen, wo zwischen Stadtschulrat und Elternvertretern besprochen wird, wo der Schuh drückt und welche Verbesserungen man in Angriff nehmen kann. Notorische Schulschwänzer unter den Schülern werden mit einer solchen SMS-Kontrolle wahrscheinlich keine Freude haben, doch wer weiß, vielleicht erspart sie den einen oder anderen "Fleck" im Zeugnis und Ärger mit den Eltern.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden