Fr, 20. Oktober 2017

Tennis-Ass beim Heer

20.11.2014 18:54

Soldat Dominic Thiem: „Lässige Erfahrung“

Dominic Thiem weilt beim Bundesheer. Er hat die Grundausbildung abgeschlossen, spricht von einer "lässigen Erfahrung". Ein Situationsbericht.

"Ich bin Tennisspieler, ich lebe aus der Tasche." Na ja. Beim Bundesheer nicht. Da gibt's täglich eine Spindkontrolle. Auch wenn Minister Gerald Klug vorbeischaut, wird keine Ausnahme gemacht. "Ups, das könnte jetzt aber peinlich werden. Wir sind soeben vom Gefechtsdienst zurückgekommen. Da hatte ich noch keine Zeit aufzuräumen", so Österreichs Tennis-Ass.

"Gefechtsdienste haben Spaß gemacht"
Seinen letzten Tag der Grundausbildung hat Dominic Thiem absolviert, jetzt ist er ins Heeresleistungssportzentrum in die Südstadt übersiedelt. Mit kleineren Wehwehchen wohlgemerkt. "Ich hab einige Blasen auf den Füßen von den langen Märschen. Und mit dem Tennisschläger tu ich mir auch leichter als mit dem Gewehr", scherzte Thiem.

"Trotzdem war's eine lässige Erfahrung. Ich hab noch nie zuvor draußen mit meinem mitgebrachten Geschirr Ragout gegessen. Und die Gefechtsdienste im Wald haben auch Spaß gemacht. Was danach kam, war allerdings nicht ganz so lustig. Zuerst die Waffe, dann die Kleidung und zum Schluss der Mann. Beim Saubermachen war ich der Letzte in der Reihe. Aber das Duschen war dafür ein Genuss."

Um 22 Uhr todmüde
Für Österreichs Tennis-Nummer-1 kehrt wieder der Ernst des Lebens ein. "Das war hier ein komplett anderes Leben. Während der Dienstzeit hatte man kaum eine Minute zum Entspannen. Um 22 Uhr bin ich todmüde ins Bett gefallen. Auf der Tour hab' ich viel Zeit, wo ich nix zu tun hab, mir fad ist und ich Playstation spiele."

Tja, vielleicht ändert sich das ja in nächster Zeit. Zumindest muss Thiem in Zukunft nicht mehr notgedrungen aus der Tasche leben. Auch Hotelzimmer haben ja bekanntlich Kästen, und das mit dem Spindeinräumen sollte der Jungstar ja jetzt perfekt draufhaben.

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