Fr, 24. November 2017

Drogen im Gepäck

19.11.2014 16:51

Schmugglerin zückte am Flughafen Diplomatenpass

Wer mit 12,5 Kilogramm Kokain im Gepäck auf einem der am strengsten bewachten Flughäfen landet, ist entweder dumm oder wähnt sich in Sicherheit. In diesem Fall gehen die Meinungen bezüglich einer in London erwischten Österreicherin auseinander. Zumal die gebürtige Ghanaerin bei der Kontrolle am Flughafen Heathrow erst einen Diplomatenpass gezückt haben soll.

Zehn Pakete im Koffer, die restlichen zweieinhalb Kilo in der Handtasche - eine Sicherstellung von Kokain im Wert von rund fünf Millionen Euro auf dem Flughafen Heathrow, die für Wirbel sorgt.

Grund: Die Schmugglerin soll bei ihrer Überprüfung einen ghanaischen Diplomatenpass gezückt haben. Was den Beamten aber egal war - und so spielte die 32 Jahre alte Verdächtige auch noch ihren vermeintlichen letzten Trumpf aus: den 2010 in Linz ausgestellten rot-weiß-roten Pass.

Polit-Wirbel um Diplomatenpass
Doch auch die österreichische Staatsbürgerschaft half nichts. Zumal noch ein drittes, ghanaisches Reisedokument bei der Frau sichergestellt wurde. Ghanas Regierung bestätigte den Aufgriff, dementiert aber heftig die Gerüchte um den Diplomatenpass. Die Opposition sieht Vertuschung.

"Sie könnte eine gesuchte Dealerin mit Verbindungen in die Politik sein. Sie reist in der Business-Class und landete mit 12,5 Kilo Koks auf einem der sichersten Flughäfen. Sie wähnte sich in Sicherheit - warum wohl?", so ein Ermittler zur "Krone". Die britischen Behörden jedenfalls halten sich (noch) bedeckt.

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