Di, 21. November 2017

Labor ausgehoben

13.11.2014 09:20

Wiener „kochte“ Crystal Meth mitten in der City

Mitten in der Wiener City haben Polizei und Feuerwehr ein Crystal-Meth-Labor ausgehoben. Ein 51-Jähriger soll dort in seiner Küche die synthetische Droge professionell hergestellt haben. Die Abfälle aus der Drogenproduktion entsorgte er offenbar im normalen Hausmüll.

Wie jetzt erst bekannt wurde, fanden die Ermittler das Drogenlabor schon am 5. November im Zuge einer Hausdurchsuchung in der Judengasse. Acht Stunden lang durchstöberten die Beamten zusammen mit Kräften der Sondereinheit WEGA die Räumlichkeiten.

Dabei wurde laut Polizei auch "eine große Menge" an Grundsubstanzen, aus denen die Droge synthetisiert wird, sichergestellt. Von der fertigen Droge fand man allerdings nichts. Auch die Feuerwehr wurde alarmiert. Die Florianis rückten mit Spezialgeräten an, um die gefährlichen Chemikalien zur Analyse ins Polizeilabor zu schaffen.

Anleitung aus dem Web besorgt
Der 51-Jährige dürfte Methamphetamin, so der vollständige Name der Droge, mit besonders hohem Reinheitsgehalt hergestellt haben. Die Anleitung dazu hatte er sich aus dem Internet besorgt. Laut Polizeisprecher Thomas Keiblinger war man dem Verdächtigen durch Ermittlungen in der Drogenszene auf die Spur gekommen. Er wurde auf freiem Fuß angezeigt.

Erst vor Kurzem war - wie berichtet - in Niederösterreich das bisher größte Crystal-Meth-Labor aufgeflogen. Zwei Männer im Alter von 46 und 52 Jahren hatten dort seit 2011 rund drei Kilogramm der synthetischen Droge hergestellt.

Crystal Meth ist eine Designerdroge, die schnell und hochgradig abhängig macht. Die Substanz, die meist geraucht wird, unterdrückt Müdigkeit, Hungergefühl und Schmerzen. Fortwährender Konsum kann Psychosen, Hirnschädigungen, Haar- und Zahnausfall, schwerste Nierenschäden und Herzversagen verursachen.

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