So, 17. Dezember 2017

Billiger volltanken

10.11.2014 19:49

Ölpreis-Sinkflug freut Autofahrer und Wirtschaft

Um bis zu 25 Prozent sind die Ölpreise binnen eines Jahres gefallen. Bleiben sie so niedrig, hat das enorme Auswirkungen auf die Wirtschaft. Als Erstes freuten sich die Autofahrer, in weiterer Folge profitieren bei uns die Betriebe von niedrigeren Energiepreisen sowie die Einkommen vom Sinken der Inflation.

Bei 115 Dollar je Fass betrug der Preis der Ölsorte Brent noch im Frühjahr, jetzt liegt er bei etwa 84 Dollar. Die Spritpreise bestehen zwar zum Großteil aus Steuern, aber auch der Rohstoff wirkt sich aus: Laut ÖAMTC ist eine Tankfüllung Diesel (60 Liter) um etwa fünf Euro günstiger geworden, bei Benzin sind es zwei Euro.

Doch bei den billigsten Tankstellen bekommt man sowohl Benzin als auch Diesel schon um weniger als 1,20 Euro je Liter, das gab's schon lange nicht. Man muss aber vermehrt darauf schauen, wo man tankt: Die Unterschiede zwischen den teuersten und billigsten Stationen betragen 25 bis 30 Cent, so Elisabeth Brandau vom ÖAMTC.

Gewinner: Ölimport-Länder, Fluglinien, Ölheizungsbetreiber
Der tiefe Ölpreis hat auch volkswirtschaftliche Auswirkungen: Das Wachstum verschiebt sich von ölproduzierenden (verlieren Einnahmen) zu ölkonsumierenden Ländern (zahlen weniger). Die Wirtschaft profitiert bei uns von niedrigeren Energiekosten. Gewinner sind auch Fluglinien (brauchen weniger Kerosin) und Betreiber von Ölheizungen. Laut einer Währungsfonds-Studie steigt das Wirtschaftswachstum um 0,2 Prozent, wenn sich Öl um zehn Prozent verbilligt.

Bleibt das "schwarze Gold" ein Jahr lang so billig, könnte die Inflation um bis zu 0,6 Prozent sinken, hat die Schweizer Bank UBS errechnet. Da würden sich nicht nur die Sparer freuen, auch bei den Einkommen bliebe real mehr im Börsel. Für die Verbraucher wirken niedrige Ölpreise "wie eine Steuersenkung", sagen Experten.

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