Mi, 22. November 2017

„Erziehungsmaßnahme“

10.11.2014 14:40

Unter Dusche verbrüht: Zweijährige gestorben

Jene Zweijährige, die von ihrem Vater zur Strafe unter die heiße Dusche gestellt worden ist, ist gestorben. Wie das Wiener SMZ-Ost am Montag bekannt gab, verloren die Ärzte den Kampf um das Leben des kleinen Mädchens.

Ende Oktober war die Zweijährige mit schweren Verbrennungen ins Spital gebracht worden. Seither schwebte das Mädchen in Lebensgefahr. Dem Vernehmen nach war letztlich ein multiples Organversagen die Ursache. Der Sprecher des Krankenanstaltenverbundes, Christoph Mierau, kommentierte das nicht: "Trotz aller ärztlichen Bemühungen ist das Mädchen heute Mittag seinen schweren Verletzungen erlegen", sagte er.

Der Vater des Kindes hatte in einer ersten Einvernahme angegeben, er habe seine Tochter als "Erziehungsmaßnahme" unter die Dusche gestellt und dabei irrtümlich heißes statt kaltes Wasser aufgedreht.

Betretungsverbot gegen Vater verhängt
Gegen den Vater wurde nach dem Vorfall ein Betretungsverbot für die gemeinsame Wohnung und das Spital ausgesprochen. Laut Herta Staffa, Sprecherin des Jugendamts, gebe es keine Hinweise, dass er sich nicht an die Verfügung halte.

Sowohl der 26-Jährige als auch die 25-jährige Mutter wurden wegen unterlassener Hilfeleistung angezeigt. Gegen den Mann ermittelt die Staatsanwaltschaft auch wegen Quälens oder Vernachlässigens Unmündiger, erläuterte Behördensprecherin Nina Bussek.

Wird er wegen dieses Delikts verurteilt, erhöhe sich jedenfalls der Strafrahmen, sagte Bussek. Durch den Tod des Mädchens geht es nun um ein Delikt mit Todesfolge. Die Anklagebehörde warte nun auf einen schriftlichen Bericht des Krankenhauses, bevor über weitere Schritte entschieden werden könne, sagte die Sprecherin.

Geschwister bei Mutter untergebracht
Unterdessen sind die beiden Geschwister des Mädchens weiter bei der Mutter untergebracht. Bei ihnen handelt es sich um einen Säugling und einen Buben im Volksschulalter.

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