Di, 21. November 2017

Schütze gesucht

09.11.2014 16:40

Jagddrama in NÖ: Treiber (54) erleidet Kopfschuss

Schrecklicher Jagdunfall in Niederösterreich: Im Rahmen einer Treibjagd am Samstagvormittag sackte plötzlich ein 54-jähriger Schütze aus Wien zusammen. Erst im Zuge der Erste-Hilfe-Maßnahmen wurde eine lebensgefährliche Kopfwunde entdeckt, die von einem Querschläger stammen dürfte. Unter dem Motto "Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts" will aber keiner der beteiligten Waidmänner aus dem In- und Ausland etwas mit dem Unglück zu tun haben.

Bei der Wildschweinjagd in Weyerburg im Bezirk Hollabrunn sank der Wiener mit einer blutenden Kopfwunde zu Boden. Nach der Erstversorgung wurde der Schwerstverletzte umgehend ins SMZ Ost nach Wien geflogen und dort notoperiert. Er wird auf der Intensivstation behandelt.

Gewehre für ballistische Analyse beschlagnahmt
Nun macht die Polizei Jagd auf den Unglücksschützen. Daher beschlagnahmten die Ermittler des Landeskriminalamtes jetzt zwölf Gewehre. "Eine ballistische Untersuchung soll in den nächsten Wochen klären, aus welchem Lauf das unheilvolle Projektil stammt", so ein Polizist zur "Krone". Zudem werden sowohl die 30 Teilnehmer an der Treibjagd wie auch die rund zwölf Aufseher und Jagdgäste befragt. Insgesamt stehen also fast 50 Einvernahmen an.

Alkotests negativ
Es ist aber möglich, dass es sich bei der Kugel um einen Querschläger handelt. Zurzeit ermitteln die Beamten wegen des Verdachtes der schweren fahrlässigen Köperverletzung. Die Alkoholtests, die alle Teilnehmer machen mussten, waren übrigens laut Polizei negativ.

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