Do, 23. November 2017

Schluss, aus, vorbei

07.11.2014 15:14

Marussia ist pleite – kein Start in Abu Dhabi

Das insolvente Formel-1-Team Marussia muss endgültig aufgelöst werden und wird damit auch nicht mehr beim Saisonfinale in Abu Dhabi in zwei Wochen antreten. Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens Ende Oktober sei nicht genügend Geld aufgetrieben worden, um den Rennstall vor dem Aus zu bewahren, teilte der Insolvenzverwalter britischen Medien zufolge am Freitag mit.

"Es ist zweifelsohne sehr bedauerlich, dass ein Unternehmen mit einem so großen Interesse weltweit und in Großbritannien sein Geschäft aufgeben und schließen muss", sagte Geoff Rowley. Alle 200 Angestellten des im englischen Banbury ansässigen Rennstalls verlieren nun ihre Arbeit. Marussia fuhr erst seit 2012 unter diesem Namen in der Königsklasse des Motorsports. Eine Investorengruppe hatte vor zwei Jahren das Virgin-Team des Unternehmers Richard Branson übernommen.

Marussia hatte wie Caterham vor dem Grand Prix der USA Insolvenz angemeldet. Beide Teams konnten bereits am vergangenen Sonntag in Austin und auch an diesem Wochenende in Sao Paulo wegen ihrer riesigen finanziellen Probleme nicht starten. Marussia wollte aber beim Saisonfinale am 23. November in Abu Dhabi wieder antreten.

Ecclestone-Entgegenkommen zu spät
Die Notlage der beiden Teams hatte eine heftige Debatte über die Verteilung der Einnahmen ausgelöst. Chefvermarkter Bernie Ecclestone hatte daraufhin Fehler zugegeben und Änderungen avisiert, sollten die großen Teams entsprechende Zugeständnisse machen. Marussia aber ist damit nicht mehr zu retten. Erst vor wenigen Tagen hatte das Team noch unter dem Namen F1 Manor für die kommende F1-Saison gemeldet. Offensichtlich konnte Marussia aber auch die dafür erforderlichen Gebühren nicht aufbringen.

In dieser Saison hatte der schwere Unfall des Marussia-Piloten Jules Bianchi im Japan-Grand-Prix für Entsetzen gesorgt. Der junge Franzose krachte am 5. Oktober in Suzuka unter einen Bergungskran und zog sich dabei schwere Kopfverletzungen zu. Bianchis Gesundheitszustand gilt immer noch als äußerst kritisch. Der Fahrer hatte beim Klassiker in Monaco als Neunter überraschend die ersten und nun wohl einzigen WM-Punkte für das Nachzüglerteam geholt.

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