Sa, 25. November 2017

Mangels Beweisen

07.11.2014 06:13

Doch kein Mordkomplott-Vorwurf gegen AC/DC-Drummer

Der Vorwurf gegen den AC/DC-Schlagzeuger Phil Rudd, einen Mord an zwei Menschen geplant zu haben, ist nach Angaben seines Anwalts fallen gelassen worden. Der Jurist Paul Mabey erklärte am Freitag, die neuseeländische Justiz habe dem Gesuch der Staatsanwaltschaft mangels Beweisen nicht entsprochen. "Dieser Anklagepunkt wird fallen gelassen."

Der Staatsanwalt in der neuseeländischen Stadt Tauranga, Greg Hollister-Jones, zog die spektakulären Vorwürfe gegen Rudd am Freitag zurück. "Herr Hollister-Jones hat entschieden, dass es unzureichende Beweise gab, um mit einer Klage fortzufahren", teilte sein Büro mit. "Es können keine weiteren Kommentare abgegeben werden, weil drei weitere Anklagepunkte gegen Rudd vor Gericht anhängig sind." Der Drummer muss sich zudem unter anderem wegen Drogenbesitzes verantworten.

Anwalt erwägt Schadensersatzansprüche
"Herr Rudd wird sich gegen den Vorwurf verteidigen, eine Morddrohung ausgesprochen zu haben", teilte sein Anwalt mit. "Anklagen wegen Besitzes von Drogen sind unbedeutend." Rudd sei durch die teils sensationssüchtige Berichterstattung unnötiger und nachteiliger Publicity ausgesetzt gewesen. Mabey kritisierte die Behörden und schloss Schadensersatzansprüche nicht aus.

Der 60-jährige australische Schlagzeuger war am Donnerstag in seinem Wohnort Taurunga auf der Nordinsel Neuseelands einem Gericht vorgeführt und später auf Kaution freigelassen worden. Rudd war ursprünglich vorgeworfen worden, er habe Ende September versucht, einen Auftragskiller für die Ermordung zweier Männer anzuheuern.

Weltweit über 200 Millionen Alben verkauft
Rudd war 1975 zur Rockgruppe AC/DC gestoßen. 1983 stieg er wegen eines Streits mit Gründungsmitglied Malcolm Young aus, kehrte aber 1994 wieder zurück. Rudds Festnahme ist der zweite schwere Schlag für die Heavy-Metall-Band in wenigen Wochen. Erst im September hatten australische Medien berichtet, dass der 61-jährige Young an Demenz leide und in ein Pflegeheim in Sydney gebracht worden sei.

Die 1973 von Malcolm und seinem Bruder Angus Young gegründete Band wurde mit Rock-Hymnen wie "Highway to Hell", "Let There Be Rock" oder "Whole Lotta Rosie" berühmt. Ihr Album "Back in Black" gehört zu den meistverkauften der Welt und hat die Rockmusik stark beeinflusst. Weltweit verkaufte AC/DC mehr als 200 Millionen Alben. Trotz der Erkrankung ihres Mitbegründers wollte die Gruppe im kommenden Jahr mit einem neuen Album auf Tournee gehen.

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