Fr, 24. November 2017

Tierschützer empört

06.11.2014 11:57

TV-Moderator will sich von Anakonda fressen lassen

Der Moderator einer Wildnis-Sendung will sich vor laufenden Kameras von einer Anakonda fressen lassen. Dafür hat er eigens einen "schlangensicheren" Anzug kreiiert. Experten bezweifeln, dass die gewagte Aktion funktionieren wird - Tierfreunde protestieren und verorten "Missbrauch auf der höchsten Stufe".

In einem Fernseh-Special mit dem Titel "Eaten Alive" ("Bei lebendigem Leib gefressen"), das am 7. Dezember auf dem Discovery Channel ausgetrahlt werden soll, will sich Wildnis-Experte Paul Rosolie von einer Anakonda fressen lassen. Die Riesenschlangen können mehrere Meter lang und bis zu 200 Kilogramm schwer werden, sie ernähren sich von großen Tieren wie Capybaras, kleinen Hirschen und Kaimanen.

Handelt es sich nur um einen PR-Gag?
Der 26-jährige Rosolie hat einen speziellen Anzug entwickelt, der ihn beim Gefressenwerden schützen soll. Experten bezweifeln aber, dass die Erfindung den Filmemacher schützen kann, da Anakondas ihren Beutetieren alle Knochen brechen, um sie schlucken zu können. Kritiker unterstellen dem Wildnis-Experten gar, er würde sich am Ende nur von einer Schlangen-Attrappe "fressen" lassen und es handle sich bei der Sendungsidee um einen reinen PR-Gag.

Tierschützer laufen Sturm gegen Sendung
Tierschützer weltweit finden Paul Rosolies Idee gar nicht lustig. Die Aktion sei "Tiermissbrauch auf der höchsten Stufe". Auf Change.org läuft bereits eine Petition gegen "Eaten Alive". Der Wildnis-Experte kann diese Gegenwehr gar nicht verstehen. "Wer mich kennt, weiß, dass ich einem Lebewesen niemals wehtun würde. Ihr müsst euch die Sendung anschauen, um herauszufinden, wie es funktioniert", schreibt er auf Twitter.

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