Fr, 24. November 2017

Viele Tiere bedroht

04.11.2014 09:53

UN-Artenschutz-Konferenz in Quito gestartet

Am Dienstag hat im ecuadorianischen Quito die 11. UN-Konferenz über die Konvention zur Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten (CMS) begonnen. Vertreter von 119 Staaten sollen dort bis zum Sonntag über die Aufnahme von 32 Arten in die CMS-Listen besonders gefährdeter Wandertiere entscheiden. Unter ihnen sind 21 Hai-, Rochen und Sägefischarten, der Eisbär und der afrikanische Löwe.

Aktionsprogramme zum Schutz von Zugvögeln und zur Bekämpfung der Meeresverschmutzung stehen auch auf dem Programm. Die Initiative zum verstärkten Schutz der Haie folgt den Einschränkungen des Haifangs, die bereits 2013 von dem gegen illegalen Handel ausgerichteten Artenschutzabkommen Cites getroffen wurden.

Unterwasserlärm und Sonar gefährden Wale
Die EU hat unter anderem einen Antrag zum Schutz des seltenen Schnabelwals im Mittelmeer vorgelegt, der mit der geplanten Erdölsuche in den Gewässern um die Balearen einem bedrohlichen Unterwasserlärm von bis zu 260 Dezibel ausgesetzt werden könnte. Die Ortung von Ölfeldern unter dem Meeresboden mit Schallkanonen verursacht sowohl direkte Verletzungen innerer Organe als auch Verhaltensänderungen der Meerestiere. Auch der intensive Sonareinsatz bei Manövern von Kriegsschiffen im Mittelmeer führte Experten zufolge wiederholt zu atypischen Strandungen von Schnabelwalen.

"Dem Eisbären schmilzt die Zukunft weg"
Das Interesse an neuen Erdölerschließungen, aber auch der Ökotourismus und allgemein der Klimawandel bedrohen den Lebensraum des Königs der Arktis, des Eisbären. Norwegen hat einen Antrag gestellt, nach dem auch die Nicht-Anrainerstaaten Verantwortung für die dramatische Entwicklung in der Arktis übernehmen sollen. "Dem Eisbären schmilzt die Zukunft unter den Tatzen weg", so Nicolas Entrup, Sprecher von "OceanCare". Von den bis zu 25.000 heute frei lebenden Eisbären wird es unter Fortführung der aktuellen Entwicklung nach Studien der Weltnaturschutzunion (IUCN) in drei Generationen - in 45 Jahren- nur noch rund 15.000 Tiere geben.

Auch Vögel sollen stärker geschützt werden
In Quito soll auch ein Aktionsplan zur Erweiterung des in Europa verankerten Vogelschutzes auf die Zuggebiete in Afrika verabschiedet werden. Vor allem die Singvögel, die im Herbst nach Afrika ziehen, sollen auch gut wieder zurückkehren.

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