Di, 22. Mai 2018

Nur Millimeter groß

30.10.2014 15:49

US-Forscher züchteten im Labor "Mini-Mägen"

Amerikanischen Forschern ist es erstmals gelungen, im Labor aus Stammzellen quasi Miniaturausgaben des Magens zu züchten. Das soll Vorteile bei der Erforschung von Magenkrebs oder Geschwüren bringen. Als Ersatzorgan taugen die kleinen Mägen aber nicht, heißt es in einer im Fachjournal "Nature" publizierten Studie.

Konkret nutzten die Wissenschaftler der University of Cincinnati (Ohio) und der University of Michigan in Ann Arbor sogenannte pluripotente Stammzellen - also Zellen, die noch nicht für ein bestimmtes Organ programmiert sind. Diese können entweder aus Embryonen stammen oder aus adulten Stammzellen, die in ihr Frühstadium zurückversetzt werden und dann induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen) genannt werden.

Aus den pluripotenten Zellen züchteten die Wissenschaftler in der Petrischale Magenzellen im Entwicklungsstadium, mit denen der Magen-Darm-Trakt aufgebaut wird. Die nur wenige Milimeter großen "Mini-Mägen" (Bild) sind den Forschern zufolge allerdings noch in einem sehr frühen Stadium und können bisher nicht das Gewebe eines Magens ersetzen. Tests mit Mäusen zufolge könnten aber eines Tages mit gezüchtetem Gewebe etwa Löcher geschlossen werden, die durch Magengeschwüre verursacht wurden.

Identisch mit normalem Magengewebe
Von den "Mini-Mägen" erhoffen sich die Wissenschafter auch Fortschritte bei der Erforschung von Krankheiten wie Krebs, Diabetes oder Fettsucht. "Bisher gab es keine gute Methode, um Magenerkrankungen von Menschen zu studieren", betont der Biologe Jim Wells vom Klinikum in Cincinnati im US-Staat Ohio. Der menschliche Magen unterscheide sich deutlich von dem anderer Lebewesen. Die nun gezüchteten Gewebe seien identisch mit denen, die normalerweise in einem menschlichen Magen zu finden sind.

Von pluripotenten Stammzellen erhoffen sich viele Forscher seit Jahren neue Möglichkeiten - durch die Transplantation des im Labor gezüchteten Gewebes. Damit könnte etwa Haut nach schweren Verbrennungen wiederhergestellt werden oder auch durch einen Infarkt geschädigtes Herzgewebe.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Ausnahme in IG-L-Zonen
E-Autos mit neuer Regelung bald auf Überholspur
Österreich
Bekennt sich zum ÖFB
Barnes könnte schon gegen Schweden debütieren!
Fußball National
Welle der Entrüstung
Kiew lässt Gazprom-Logos vor CL-Finale entfernen!
Fußball International
Geschäftsführer Sport
Schmadtke soll Wolfsburg in die Erfolgsspur führen
Fußball International
Festnahmen in Linz
Asylwerber als Dealer: 480 Kilo Drogen verkauft
Oberösterreich
Trauer im Wiener Zoo
Malende Orang-Utan-Dame „Nonja“ gestorben
Österreich
Wegen Top-Talent
Mega-Zoff: Liverpool sagt Test gegen Gladbach ab!
Fußball International
Beispiellose Geste
Perus WM-Gegner setzen sich für Guerrero ein!
Fußball International

Für den Newsletter anmelden