Di, 22. Mai 2018

Parlament in Flammen

30.10.2014 21:17

Aufstand in Burkina Faso: Armee übernimmt Macht

Nach gewaltsamen Protesten hat die Armee am Donnerstagabend die Macht in Burkina Faso übernommen. Die Regierung des westafrikanischen Landes sei abgesetzt und das Parlament aufgelöst worden, teilte das Militär mit. Nun werde eine Übergangsregierung eingesetzt, die die verfassungsmäßige Ordnung wiederherstellen soll. Auslöser der Unruhen war eine geplante Amtszeitverlängerung von Präsident Blaise Compaore.

An der Interimsregierung sollten alle Parteien beteiligt sein, erklärte General Honore Traore. Die Einheitsregierung soll für maximal ein Jahr im Amt bleiben. Der Armeechef verhängte außerdem eine Ausgangssperre bis Freitag früh und bestätigte den Ausnahmezustand, der bereits vom umstrittenen Präsidenten verhängt worden war.

Die Proteste gegen die geplante Verfassungsänderung waren zuvor in Gewalt ausgeartet: Ein wütender Mob stürmte das Parlament in der Hauptstadt Ouagadougou und setzte es in Brand. Vor dem Präsidentenpalast eröffneten Sicherheitskräfte das Feuer auf die Demonstranten, laut Rettungskräften gab es mindestens drei Tote.

Präsident seit 1987 am Ruder
Viele Bürger wollten mit allen Mitteln verhindern, dass Langzeitpräsident Compaore im nächsten Jahr erneut bei den Wahlen antritt. Das Parlament hatte zuletzt eine Verfassungsänderung angekündigt, wonach Campaore - der seit 1987 an der Macht ist - eine weitere Amtszeit anstreben könnte. Die Abstimmung war für Donnerstag angesetzt, Informationsminister Alain Edouard Traore teilte jedoch nach der Eskalation der Proteste mit, das Vorhaben sei abgesagt.

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