Mo, 21. Mai 2018

Einsatz in Mexiko

29.10.2014 06:13

Forensiker suchen nach vermissten Studenten

Auf der Suche nach Dutzenden verschleppten Studenten im Südwesten von Mexiko haben Forensiker ein Gelände in der Nähe einer Müllkippe durchsucht. Es gebe Zeugenaussagen, dass die jungen Leute an diese Stelle bei der Ortschaft Cocula im Bundesstaat Guerrero gebracht worden seien, sagte Generalstaatsanwalt Jesus Murillo Karam am Dienstag. An den Ermittlungen sind Tausende Beamte beteiligt.

Die 43 Studenten waren vor einem Monat nach Auseinandersetzungen mit der Polizei in der Stadt Iguala verschleppt und später Mitgliedern der kriminellen Organisation "Guerreros Unidos" übergeben worden. Bisher ist ihr Schicksal völlig unklar. Nach Hinweisen mutmaßlicher Bandenmitglieder wurden bei Cocula Leichenteile entdeckt, hieß es aus Ermittlerkreisen.

Neuer Sicherheitsplan für die Unruheregion
Unterdessen kündigte Innenminister Miguel Angel Osorio Chong einen Sicherheitsplan für die Unruheregion an. In 17 Ortschaften der sogenannten Tierra Caliente im Norden von Guerrero würden Regionalkommandos der Sicherheitskräfte eingerichtet, sagte er nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts. Der Bundesstaat ist die gefährlichste Region Mexikos.

Derzeit sind 10.000 Bundespolizisten in Guerrero im Einsatz. Der Fall in Iguala hatte die engen Kontakte der örtlichen Politiker und Polizeieinheiten mit Gruppen des organisierten Verbrechens offengelegt. Alle Polizeibeamten des Bundesstaats sollen nun überprüft werden.

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