So, 20. Mai 2018

DFB-Cup

28.10.2014 23:21

Hertha blamiert sich, BVB souverän, Köln mit Glück

Werder Bremen hat mit dem erstmaligen Einzug ins Achtelfinale des deutschen DFB-Pokals seit vier Jahren seinem neuen Cheftrainer Viktor Skripnik einen erfolgreichen Einstand beschert. Werder siegte beim Chemnitzer FC mit 2:0. Vizemeister Borussia Dortmund gewann beim FC St. Pauli souverän mit 3:0, Köln gewann im Elferkrimi gegen Duisburg. Hertha BSC und Hannover 96 mussten sich hingegen in der zweiten Runde verabschieden.

Die Tore beim verdienten, wenn auch nicht glanzvollen Werder-Erfolg drei Tage nach der Entlassung von Robin Dutt besorgten Fin Bartels (31.) und Franco di Santo (49.). "Ich bin sehr froh über diesen sehr wichtigen Sieg. Er war nicht nur verdient, sondern auch souverän herausgespielt", sagte Skripnik, der Sebastian Prödl in der Innenverteidigung durchspielen ließ. Zlatko Junuzovic musste auf der Ersatzbank Platz nehmen.

BVB ohne Probleme
Dortmund, das in der Bundesliga bisher enttäuschte, gab sich vor 29.063 Zuschauern am ausverkauften Hamburger Millerntor keine Blöße. Ciro Immobile (33.), Marco Reus (44.) und Shinji Kagawa (86.) trafen für den Vorjahresfinalisten. Nach vier Niederlagen in Serie schossen sich die Dortmunder den Bundesliga-Frust von der Seele und machten vor dem Gipfeltreffen am Samstag bei Bayern München einen kleinen Schritt aus der Krise.

Hertha-Blamage bei Drittligisten
Die Hertha muss den Traum von einem Cupfinale im eigenen Stadion zum dritten Mal in Folge frühzeitig gegen einen unterklassigen Klub begraben. Bielefeld, Tabellenführer der 3. Liga, setzte sich nach torlosen 120 Minuten im Elfmeterschießen mit 4:2 durch. Der Bielefelder Goalie Alexander Schwolow war mit zwei parierten Elfmetern der Matchwinner.

Auch bei Hannover hat das frühzeitige Scheitern im Cup schon fast Tradition. Zum siebten Mal in den letzten acht Jahren verpassten die Hannoveraner das Achtelfinale. Am Wochenende hatte der Bundesligist noch vor 80.000 Zuschauern in Dortmund gewonnen, am Dienstag unterlag er vor nicht einmal 5.500 Fans beim Vorletzten der 2. Bundesliga mit 0:2. ÖFB-Torhüter Robert Almer kam dabei nicht zum Einsatz.

Köln zittert sich weiter
Mit Ach und Krach hat der 1. FC Köln unter Trainer Peter Stöger den Aufstieg geschafft. Der Bundesligaklub setzte sich nach torlosen 120 Minuten im Elfmeterschießen gegen den Drittligisten MSV Duisburg 4:1 durch. Zum Helden des Abends wurde Köln-Schlussmann Timo Horn mit zwei gehaltenen Elfern. ÖFB-Teamverteidiger Kevin Wimmer verwandelte den Elfmeter zum 3:0. Weiters trafen Matthias Lehmann, Kevin Vogt und Adam Matuschyk.

Der Bundesliga-Zehnte krönte damit seinen goldenen Oktober mit dem dritten Sieg innerhalb von elf Tagen. Dabei musste die Stöger-Truppe in der Schlussphase in Unterzahl agieren, nachdem Slawomir Peszko wegen eines dummen Fouls die Rote Karte erhalten hatte (71.). Danach verlegten sich die Kölner auf Konter.

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